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am 26. Februar

Ergebnis des Lawinengipfels: „Die Vernunft hält wieder Einzug“

Gebi Mair - Keine Strafen für Bergsportler*innen in misslicher Lage - Tiroler Grünen setzen weiterhin auf Miteinander in der Tiroler Bergwelt statt Strafen

„Ich bin froh, dass sich nach all der Aufgeregtheit der letzten Wochen jetzt doch noch die Vernunft durchgesetzt hat. Zusätzliche Strafen für Bergsportler*innen bei höherer Lawinenwarnstufe waren beim Lawinengipfel in Wien im Gegensatz zu den vorschnellen Ankündigungen von Bundeskanzler Kurz und Vizekanzler Strache kein Thema mehr und sind damit vom Tisch“, begrüßt der Grüne Klubobmann Gebi Mair die Entscheidung. Das Ergebnis des zuvor medial als großer Gipfel angekündigte Treffen scheint sich darauf zu beschränken, dass 45 Millionen Euro zusätzlich in die Lawinenverbauung investiert werden sollen.

Mair, der sich von Beginn an gegen Strafen ausgesprochen hat, betont, dass diese zu keiner Besserung der Situation führen würden, sondern vielmehr zu einer Verschlechterung. „Wer sich in einer misslichen Lage befindet, greift aus Angst vor der drohenden Strafe viel später zum Notruf. Vielleicht zu spät für das in Gang setzen der Rettungskette. Und wenn eine Lawine von Bergsportler*innen ausgelöst wird, steigt die Gefahr der Fahrerflucht“, verweist Mair auf die Situation in Südtirol.

Im Bergsport gebe es schon jetzt ausreichend rechtliche Möglichkeiten, im Falle einer Fremdgefährdung. „Gemeingefährdung ist zum Beispiel im Strafgesetzbuch verankert“, so Mair.

Die Tiroler Grünen hoffen nun mit der vom Landtag beschlossenen Enquete zur Sicherheit im alpinen Raum das Miteinander in den Mittelpunkt stellen zu können. „Wir müssen teuflisch aufpassen, dass wir als Gesellschaft nicht sämtliche Freiheiten abschaffen. Gerade am Berg gibt es diese und die sollten wir uns auch bewahren. Und zwar im gegenseitigen Respekt, durch Eigenverantwortung und Toleranz dem anderen gegenüber. Die alpine Wegefreiheit muss unberührt bleiben und unsere Natur als öffentlicher Raum für alle vor Privatisierungsgelüsten geschützt bleiben.“​

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