Bezirkegruene.at
Navigation:
am 26. Juni

102 Kilometer von Tirols Lebensader unter Schutz

Gebi Mair - Grüne freuen sich über Beschluss für langjährige Forderung nach freier Fließstrecke am Inn

Für die Tiroler Grünen ist heute ein Freudentag: „102 Kilometer des Inns werden als freie Fließstrecke unter Schutz gestellt“ freut sich der Grüne Klubobmann Gebi Mair. Zwischen Haiming und Kirchbichl ist der Inn als hochwertige Gewässerstrecke kraftwerksfrei zu halten und damit geschützt. Grundlage sind entsprechende Beschlüsse der Tiroler Landesregierung von heute Dienstag.

Die Diskussion über die Tabustrecke Inn hatte sich über mehrere Jahre gezogen. Unter anderem deshalb, weil die Innsbrucker Kommunalbetriebe auf Höhe Telfs ein neues Innkraftwerk bauen wollten. „Dieses Innkraftwerk ist mit dem Beschluss über die freie Fließstrecke Geschichte. Und der Inn als Lebensader Tirols wird auf dieser Strecke als zusammenhängendes Gewässerkontinuum geschützt“ erklärt Gebi Mair. „Ich bin froh, dass damit das endgültige Aus für die Kraftwerkspläne bei Telfs vorliegt. Diese wäre wirtschaftlich und ökologisch schädlich gewesen.“ Zu Recht hatten sich AnrainerInnen aufgrund der Grundwassersituation massiv gegen die Kraftwerkspläne gewehrt. Bereits mit dem wasserwirtschaftlichen Rahmenplan des Bundes für das Tiroler Oberland war den Kraftwerksplänen ein schwerer Schlag versetzt worden.

Gleichzeitig stellen die heutigen Regierungsbeschlüsse auch den Einstieg in Verbesserungsmaßnahmen am Inn dar. In ihnen wird nämlich festgehalten, dass der Gewässerkörper des Inns noch nicht den Qualitätskriterien entspricht, die für diesen Fluss eigentlich wünschenswert wären. Das betrifft beispielsweise die Fischfauna im Inn. In den vergangenen Jahren wurde bereits eine Reihe von Revitalisierungsmaßnahmen am Inn in Zusammenarbeit mit Partnern des Landes gesetzt. Diese Revitalisierungsbemühungen können nun verstärkt fortgesetzt werden. Dafür benötige man im Übrigen auch den Bund verbindet Gebi Mair die heutige Freude auch mit einer Forderung Richtung Wien: Die finanziellen Mittel für die Erreichung des guten Gewässerzustandes in Österreich wurden von der schwarzblauen Bundesregierung zusammengestrichen. „Wir TirolerInnen haben unsere Hausaufgaben erledigt und den Inn geschützt. Nun geht es darum, ihn ökologisch noch wertvoller zu gestalten als er bisher schon ist.


Aktiv  werden.  Das  ist  Grün.  Banner  rechts.