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am 10. März

"Wir brauchen höhere Mauten auf der Brennerachse"

Hermann Weratschnig - LKW-Zahlen zu hoch, Transportkosten zu gering

Die heutigen Zahlen des VCÖ (Verkehrsclub Österreich), wonach im Jahr 2016 20% mehr LKW auf der Brennerachse unterwegs waren als noch im Jahr 2010, sind für den grünen Landtagsvizepräsidenten leider keine Überraschung. "Man muss ganz klar sagen, dass die Maut auf der gesamten Achse über den Brenner zu niedrig ist", sagt der Verkehrsexperte. Für die Strecke von Verona bis Wörgl zahlen LKW nur die Hälfte der Maut der Alternativ-Route Basel-Chiasso über den Gotthard und nur ein Drittel der Maut für den Fréjus von Lyon nach Santhia. Noch dazu ist der in Österreich steuerlich privilegierte Diesel ein zusätzlicher Magnet für Transit-LKW.

"Wir sind in Sachen Luftgüte auf dem richtigen Weg, da haben wir in den letzten sechs Jahren trotz 20% mehr LKW deutlich weniger Schadstoffe", erinnert Hermann Weratschnig an die Stickstoffdioxid-Werte, die im Kundl seit 2010 um 25%, in Vomp um 20,5%, in Imst um 14,5% und in Mutters/Gärberbach um 14% zurückgegangen sind. Das liege aber vor allem am Luft-100er, an Nachtfahrverboten und an der Modernisierung der LKW. Die zweite Stufe des sektoralen LKW-Fahrverbots ab Mai werde auch eine Verlagerung von LKW auf die Schiene bringen. Der Appell der Grünen an die Nachbarländer und an die österreichische Bundesregierung bleibt dennoch aufrecht: Mauten und Dieselpreis rauf, nur so werden wir neben den Schadstoffen auch die Zahl der LKW, die über den Brenner fahren, maßgeblich reduzieren können.

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