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am 7. Dezember

Verkehrssprecher Mingler: „Gesucht: Unterstützung aus Wien"

Michael Mingler - Bulc Besuch in Tirol - Werben um Zustimmung für Tiroler Notwehrmaßnahmen - Verkehrsminister Hofer gefordert, Maßnahmen bei PKWs umzusetzen

Die Kritik von Transitforum-Chef Fritz Gurgiser an der von allen Parteien im Landtag mitgetragenen Transitpolitik des Landes will der Grüne Verkehrssprecher Michael Mingler so nicht stehen lassen. „Tirol macht seine Hausaufgaben, wenn es darum geht die Transitlawine durchs Inntal und Wipptal zu stoppen. Leider werden wir hier von der schwarz-blauen Bundesregierung wiederholt im Stau stehen gelassen. Alleine durch die Aufhebung des völlig ungerechtfertigten Dieselprivilegs könnte der Transit in Tirol um mindestens 10 % reduziert werden. Hier ist die Bundesregierung endlich gefordert, zu handeln, anstatt mit absurden Forderungen wie der Aufhebung des Nacht-60ers die belastende Situation für die Tiroler Bevölkerung noch zu verschärfen“, sieht Mingler insbesondere Verkehrsminister Hofer in der Pflicht, den er mit folgender Presseannonce zum Handeln aufruft: "Gesucht: Unterstützung aus Wien."

Geht es nach dem Grünen Verkehrssprecher müsse Hofer bei den anstehenden Verhandlungen zur Wegekosten-Richtlinie auf EU-Ebene eine höhere LKW-Maut ausverhandeln. „Solange die Achse München-Verona weiterhin der Diskont-Supermarkt unter den Transitachsen ist, wird sich an der belastenden Situation nicht viel ändern. Wir müssen endlich die Möglichkeit haben Umwelt- und Gesundheitsschäden im Mautpreis abzubilden. Nur mit echter Kostenwahrheit erreichen wir die Verlagerung auf die Schiene“, so Mingler.

Für den Landtagsabgeordneten ist die geplante Verschärfung des Sektoralen wie des Nachtfahrverbotes ein deutliches Zeichen dafür, dass Tirol hier bereit ist, alle Mittel auszuschöpfen. Er hofft, dass durch den Besuch von EU Kommissarin Bulc das Verständnis für die Notwehrmaßnahmen Tirols steigt und die Landesregierung der Zustimmung damit einen Schritt näher kommt.  Auch hier könne Wien Tirol direkt und indirekt unterstützen: „Wir würden uns mit den LKW-Fahrverboten bei der Kommission und vor dem Gerichtshof viel leichter tun, wenn Österreich auch endlich etwas gegen den Schadstoffausstoß bei PKWs unternehmen würde. Dieselprivileg, eine Nova, die Diesel-Autos seit 2014 noch billiger macht und das lasche Vorgehen gegen die Manipulationen von Volkswagen & CO, die Liste der Versäumnisse der Bundesregierung ist lang. Es braucht hier endlich Bemühungen von allen Ebenen, um Tirol wieder von einem Luftsanierungsgebiet zu dem Luftkurort zu machen, der es früher war“, so Mingler abschließend.​

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