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am 20. Dezember 2017

VCÖ-Vorschlag würde dabei helfen, den Transit zu halbieren

Hermann Weratschnig - "Wer Energieautonomie ernst meint, muss beim Verkehr anfangen"

Zum Vorschlag des Verkehrsclub Österreich (VCÖ), die Abhängigkeit von Öl und Gas im Verkehr zu verringern und damit das Klima zu entlasten, kommt heute Unterstützung von den Tiroler Grünen. "Wir plädieren neben den strengeren Grenzwerten beim CO2-Ausstoß dafür, dass das steuerliche Dieselprivileg abgeschafft wird. Das steuerliche Dieselprivileg ist ein LKW-Magnet und lockt hunderttausende Transitstinker nach Tirol", sagt Landtagsvizepräsident Hermann Weratschnig. Er sieht in der Halbierung des Transitverkehrs eine der vorrangigsten Aufgaben der Tiroler Politik. Nach jahrelangem Hin und Her mit der EU-Kommission und mehreren Verfahren hat Tirol seit 2014 den Luft-100er auf der Autobahn und seit 2016 ein europarechtskonformes sektorales LKW-Fahrverbot und 2017 das stärkste Jahr auf der Rollenden Landstraße, auf der LKW von Wörgl bis zum Brenner auf der Schiene transportiert werden. Das reicht zwar für bessere Luft an allen Autobahnmessstellen, quantitativ reichen die im eigenen Wirkungsbereich des Landes Tirol liegenden Maßnahmen nur, um noch höhere Zuwächse auf der Straße zu verhindern. Zur Reduktion des LKW-Transits haben die Tiroler Grünen der Bundesregierung einen 4-Punkte-Plan vorgeschlagen: sofortige Anhebung der 2015 für LKW reduzierten Brennermaut, sofortige Anhebung der Unterinntalmaut, sofortige Aufhebung des Dieselprivilegs, sofortiger Ausbau der LKW-Kapazitäten auf der Schiene (RoLa). (https://tirol.gruene.at/natur-und-umwelt/4-punkte-plan-zur-lkw-obergrenze)

In Tirol hat der Ausbau des öffentlichen Verkehrs Priorität, was die Entlastung der Straßen vom Individualverkehr betrifft. "Wir haben in Tirol mittlerweile fast 135.000 Menschen, die ein Öffi-Jahresticket in ihrer Tasche haben. Und wir haben neben Wien und Vorarlberg das mit großem Abstand günstigste Angebot für PendlerInnen", sagt Hermann Weratschnig und betont, dass die Prioritäten jetzt entscheidend sind. "Die neue Bundesregierung will in vielen Fragen den Rückwärtsgang einlegen und steckt den Kopf in den Sand, was den Klimawandel betrifft." Die strengen Tiroler Spielregeln im LKW-Verkehr will Schwarzblau aufweichen, sowohl was das Tiroler LKW-Nachtfahrverbot, als auch was die Tonnagebeschränkungen der LKW betrifft. "Das werden wir in den nächsten Wochen zum Thema machen", kündigt der grüne Landtagsvziepräsident an.

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