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am 28. März

Öffi-Ausbau statt Wettbewerb der schlechten Ideen

Hermann Weratschnig - "Umweltminister, SPÖ und ASFINAG am falschen Dampfer"

Von einem "Wettbewerb der schlechten Ideen" spricht der grüne Landtagsvizepräsident Hermann Weratschnig heute nach den verkehrspolitischen Ankündigungen von Rot und Schwarz: Während der Umweltminister (!) sich als Lobbyist der Bleifußlobby billigeren Sprit wünscht, fantasiere die SPÖ-Tirol von einer neuen Autobahnabfahrt am Flughafen und ergänze damit im Westen Innsbrucks die Pläne der ebenfalls in rotem Ministerium beheimateten ASFINAG zur zeitweisen Eröffnung einer dritten Autobahnspur. "Der internationale Trend geht aus gutem Grund in eine völlig andere Richtung: Wer noch breitere Straßen baut und den Sprit verbilligt, fördert das Autofahren und schadet der Umwelt", sagt Hermann Weratschnig. Wer wie der Umweltminister Sprit billiger machen wolle, locke damit noch mehr Verkehr nach Österreich. Ein Viertel der LKW am Brenner fahre wegen der billigen Mauten und des billigen Diesels einen Umweg von mindestens 60 Kilometer, ein weiteres Viertel sogar von mindestens 120 Kilometer.
Der richtige Weg in der Mobilitätspolitik sei statt neuer Straßen und Abfahrten jener, der Förderung und des massiven Ausbaus im öffentlichen Verkehr - dafür stehen die Grünen in jenen Bundesländern, wo sie den öffentlichen Verkehr gestalten mit den drei mit Abstand günstigsten Jahrestickets: in Tirol, in Vorarlberg und in Wien. Die Jahres-Tarife vom preiswertesten zum teuersten: in Vorarlberg und in Wien kostet das Jahresticket je 365 Euro, in Tirol 490 Euro, in Salzburg 1.535 Euro, in Kärnten 1.620, in Oberösterreich über 1.800 Euro, im gemeinsamen Raum Niederösterreich/Burgenland/Wien über 2.000 Euro und in der Steiermark 2.143 Euro. "Wir Grüne halten daran fest, in den öffentlichen Verkehr zu investieren und damit das Klima und die Straßen zu schonen, anstatt von neuen Straßen und billigem Sprit zu fantasieren", betont Hermann Weratschnig.