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am 15. Juni

Nach Stuttgart auch in München Diesel-Fahrverbote geplant

- Weratschnig: "Tirol hat rechtzeitig gegengesteuert"

Massiv überschrittene Stickstoffwerte mitten in den Landeshauptstädten machen momentan den beiden südlichsten deutschen Bundesländern zu schaffen: Nach Ankündigungen von Diesel-Fahrverboten in Stuttgart ab 2018 hat sieht sich jetzt nach Klagen der "Deutschen Umwelthilfe" auch der Münchner Bürgermeister gezwungen, ähnliche Maßnahmen anzugehen. Der Grund dafür: Die Jahresmittelwerte bei Stickstoffdioxid sind in München und Stuttgart an den Hotspots doppelt so hoch, wie der EU-weit vereinbarte Grenzwert, um über ein Drittel höher wie etwa in Vomp an der A12 und fast doppelt so hoch, wie etwa in Kundl und in Gärberbach an der Autobahn oder im Stadtzentrum von Innsbruck. An den Tiroler Autobahnmessstellen sinkt die NO2-Belastung seit 2013 kontinuierlich und nähert sich dem EU-weit vereinbarten Grenzwert von 40 Mykrogramm (mg), im Vomp etwa von 76 mg Jahresmittelwert im Jahr 2006 über 64 mg im Jahr 2012 auf 54 mg im Jahr 2016.

Der grüne Landtagsvizepräsident führt die deutlich bessere Luftsituation in Tirol auf rechtzeitige Maßnahmen bei der Verkehrsbeschränkung und -bremsung und beim Ausbau des öffentlichen Verkehrs in Stadt und Land zurück. "Ich bin sehr froh, dass wir in Tirol rechtzeitig Maßnahmen zur Verbesserung der Luftsituation angegangen sind und dass wir die Diskussionen über umfangreiche PKW-Fahrverbote hier aufgrund der niedrigeren Belastung in den Ballungszentren nicht führen müssen", sagt der grüne Landtagsvizepräsident Hermann Weratschnig. Innsbruck sei die Radhauptstadt Österreichs mit sinkendem PKW-Anteil und auch außerhalb des Zentralraums entwickelt sich die Anzahl der Stammgäste des öffentlichen Verkehrs gut. Dennoch sei der weitere Ausbau des öffentlichen Verkehrs und neue Anreize für mögliche UmsteigerInnen vom Auto auf die Öffis zentral. "Wir werden hier 2018 einen nächsten Schritt bei den Tarifen im öffentlichen Verkehr gehen und auch für GelegenheitsfahrerInnen ein unschlagbares Angebot machen", kündigt der grüne Landtagsvizepräsident an.

SERVICE I : Alle Zahlen zur österreichweiten Luftgüte finden Sie hier: http://www.umweltbundesamt.at/umweltsituation/luft/luftguete_aktuell/, die Tiroler Zahlen hier: https://www.tirol.gv.at/umwelt/luft/luft-monatsbericht/, den aktuellen bayerischen Luftgütebericht hier: https://www.lfu.bayern.de/luft/immissionsmessungen/lufthygienische_berichte/doc/jahreskurzberichte/jk16.pdf