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am 20. Juli

Mingler: „Wenn wir den Verkehr nicht in den Griff bekommen, wird uns die Klimakrise überrollen“

Michael Mingler - Betroffenheit über die Überschwemmungen im Unterland müsse in Tatendrang für Klimaschutz münden

Nach dem sintflutartigen Dauerregen mit bis zu 200 Liter pro Quadratmeter im Bezirk Kufstein, macht sich der Grüne Verkehrssprecher Michael Mingler für ambitionierte Klimaschutzmaßnahmen stark. Gerade der Verkehrssektor sei das große Sorgenkind. „Tatsache ist, dass wir im Verkehr nicht weniger CO2 Ausstoßen, sondern immer noch mehr. Wenn wir die Klimakrise bändigen wollen, dann müssen vor allem jene Interessensgruppen von ihrer Haltung abgehen, die mehr Klimaschutz im Weg stehen und den Status Quo mit Zähnen und Klauen verteidigen“, sagt Mingler.

Seit 1990 ist im Verkehrssektor eine Zunahme der Treibhausgase um rund 74,4 Prozent zu verzeichnen. 2019 stiegen österreichweit die Treibhausgasemissionen aus dem Verkehr um rund  0,4 Prozent bzw. 0,1 Mio. Tonnen Kohlendioxid-Äquivalent im Vergleich zum Jahr 2018. Die Emissionen aus dem Straßenverkehr im Inland verzeichnen von 2018 auf 2019 einen Anstieg von ca. 1,3  Prozent. Mit 41 Prozent Treibhausgas-Emissionen in Tirol ist der Verkehrssektor der Haupttreiber der Klimakrise. Und ein Ende ist nicht in Sicht, wie aktuelle Transit-Zahlen belegen. Während im Juni 2019 211.000 LKW über den Brenner rollten, sind es im heurigen Juni bereits 217.000 LKW.

Für Mingler müsse die Betroffenheit über die Überschwemmungen im Unterland und in Salzburg in Tatendrang für Klimaschutz münden. In die Pflicht nimmt er unter anderem Wirtschaftskammer, die sich als fossiler Dinosaurier positioniert und auf der Bremse stehe. „Egal ob bei den absolut notwendigen Beschränkungen im Schwerverkehr in Tirol - Stichwort Nachtfahrverbote - oder bei der Etablierung des Verursacherprinzips im internationalen Warenverkehr oder auch beim Individualverkehr - Stichwort Dieselprivileg - die Wirtschaftskammer stemmt sich gegen ambitioniertere Klimaschutzmaßnahmen wie ein Kind vor dem Zahnarzt“, so Mingler.

„Heilfroh“ ist der Grüne Abgeordnete, dass mit Leonore Gewessler eine absolute Klimaschutzexpertin in der Bundesregierung die Marschrichtung vorgebe und sich dabei auch nicht scheue neue Wege einzuschlagen und Klimaschutzmaßnahmen mit voller Energie voranzutreiben. „Leonore Gewessler treibt den Ausbau und die Attraktivierung der Schiene und der Radwege wie keine andere Ministerin vor ihr voran. Da ist ein Aufbruch in Richtung Klimaschutz zu spüren, der bis in die Gemeinden wirkt. Diesen positiven Spirit werden wir brauchen um die Verschärfung der Klimakrise abzuwenden“, so Mingler.​

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