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am 5. February

LKW Nacht-60er: Resolution im Landtag für Beibehaltung der bestehenden Regelung

Michael Mingler - „Wir wollen weiterhin, dass die Tiroler*innen in Ruhe schlafen können.“ - 60 Prozent mehr Lärm droht bei Tempoerhöhung


Die Schwarz-Grüne Koalition setzt im kommenden Landtag ein klares Zeichen gegen Pläne des Verkehrsministeriums, den bewährten Nacht 60er für LKW abzuschaffen. Die Regierungsparteien planen eine Resolution an die Bundesregierung, die vorsieht, das vorgesehene Tempolimit aus Gründen des Lärmschutzes aufrechtzuerhalten. „Die Belastungsgrenzen durch den Transit sind für die Menschen in Tirol nicht nur in Punkto Feinstaub, sondern insbesondere auch in Punkto Verkehrslärm längst erreicht. Daher wollen wir im Landtag ein klares Signal in Richtung Wien senden. Die Tiroler*innen sollen weiterhin in Ruhe schlafen können“, hoffen die beiden Verkehrssprecher Florian Riedl und Michael Mingler und auf einen einstimmigen Beschluss im Landtag. "Alles andere wäre doch eine ziemliche Überraschung. Denn welche Partei in Tirol spricht sich schon gegen Lärmschutz aus," fragt Mingler.

Die Regelung, wonach in der Zeit von 22:00 bis 5:00 Uhr LKW maximal 60 km/h fahren dürfen, wurde im Jahr 1995 gezielt als Lärmschutzmaßnahme eingeführt. Eine Erhöhung der Lkw-Geschwindigkeit auf 80 km/h würde alleine auf den LKW-Verkehr bezogen die Schallemission um zwei Dezibel erhöhen, was schalltechnisch betrachtet einer Erhöhung der Lkw-Fahrten um 60 Prozent gleich kommt. „Studien zeigen ganz klar, dass dauerhafter Lärm krank macht. Die Schwarz-Grüne Koalition hat es sich deshalb in dieser Periode zum Ziel gesetzt, entschlossen gegen Verkehrslärm vorzugehen und wir werden an diesem eingeschlagenen Kurs auch festhalten“, verweisen Mingler und Riedl etwa auf die Lärmenquete von November 2018, die als Wipptaler nur allzu gut von der Transitproblematik Bescheid wissen.

VP-Verkehrssprecher Riedl warnt zudem vor der Signalwirkung, die die Aufhebung des Nacht-60ers haben könnte: „Wir verfolgen gemeinsam das Ziel, Tirol als Strecke für den internationalen Transitverkehr unattraktiver zu machen und eine Verlagerung von der Straße auf die Schiene zu forcieren. Die Anhebung von Tempolimits für den Schwerverkehr steht diesem Ziel diametral entgegen“, schließen Riedl und Mingler.​



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