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am 29. November

Kaltschmid und Mingler: „Welcome Card wird von Gästen selbst bezahlt“

Georg Kaltschmid, Michael Mingler - Tiroler Grüne begrüßen das Umdenken weiterer Tourismusverbände hin zur umweltfreundlichen Mobilität - alle Verbände sollten folgen

„Fakten checken statt falsche Meldungen verbreiten“, rät der Grüne Tourismussprecher Georg Kaltschmid in Bezug auf die neue „Welcome Card“, die gestern präsentiert wurde. Diese Karte werde selbstverständlich von den Gästen selbst bezahlt. „Und zwar durch die Erhöhung der allgemeinen Kurtaxe“, wie Kaltschmid aufklärt. Das Konzept gebe es in vielen Tourismusverbänden schon lange. „Im Kaiserwinkl gibt es seit fast 10 Jahren die Regiocard, die Gäste dazu bringen soll, dass sie ihr Auto im Urlaub stehen lassen und auf Öffis umsteigen. Selbstverständlich wurde auch hier die Kurtaxe entsprechend erhöht. Und die Gäste nützen das dann auch. Denn sie haben ja dafür bezahlt.“

Dass im Zillertal über so eine Öffi-Karte intensiv debattiert werde und neben dem Innsbrucker Tourismusverband auch der TVB-Wipptal mit 1.1.2020 ein automatisches Öffi-Ticket für Gäste einführe, sei ein Zeichen, dass das Umdenken hin zur umweltfreundlichen Mobilität auch in den Tourismusverbänden voll im Gang sei. „Das liegt auch daran, dass es in Tirol ein immer besser werdendes Öffi Angebot gibt“, so der Grüne Verkehrssprecher Michael Mingler.

Er sieht eine Win-Win Situation für die Tiroler*innen und für die Gäste. „Die Gäste sorgen dafür, dass die Auslastung der Öffis jenseits der Stoßzeiten erhöht wird. Davon profitieren auch die Tiroler*innen, denn die Taktung bleibt aufrecht oder wird sogar erhöht“, so Mingler mit Verweis auf den Kaiserwinkl, wo das Öffi-Angebot durch die Einnahmen weiter ausgebaut werden konnte.

Für Mingler müsse das Umdenken auch bei den noch säumigen Tourismusverbänden einsetzen. „So eine Karte sollte in ein paar Jahren in allen Verbänden eine Selbstverständlichkeit sein.“ Er sieht das Ticket in Kombination mit der öffentlichen Anreise und spannt den größeren Boge. „Der kleine Schritt ist, dass die Gäste ihr Auto im Urlaub komplett stehen lassen. Der große Schritt wird sein, dass sie erst gar nicht mit dem Auto anreisen, sondern mit öffentlichen Verkehrsmitteln werden. Hier sind die Tourismusverbände, Land und Bund gemeinsam gefordert, dass eine komplikationsfreie und komfortable Tür-zu-Hotel Anreise möglich wird“, so der Landtagsabgeordnete.

Georg Kaltschmid sieht in der Öffi-karte auch einen Trumpf im Kampf gegen nicht gemeldete AirBnb Vermietungen. „Die Gäste fragen immer mehr nach den Öffi-Tickets nach. Die bekommen sie aber nur, wenn die Vermietung auch offiziell gemeldet ist und Gebühren abgeführt werden. Gerade in Innsbruck ist das ja ein großes Thema“, so Kaltschmid.​

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