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am 3. Jänner

Grüne für faire Löhne auf der Straße

Hermann Weratschnig - Weratschnig: "Es muss Schluss sein mit den Dumpingpreisen hinterm Lenkrad und auf der Straße"

Eine Lanze bricht der Grüne Verkehrssprecher Hermann Weratschnig heute für faire Löhne für LKW-Fahrer und gegen Lohndumping, "das fast die gesamte Branche in Geiselhaft genommen hat". Er nimmt dabei Bezug auf einen Artikel in der Tiroler Tageszeitung​, wonach Tiroler Firmen LKW-Fahrer über Tochterunternehmen in osteuropäischen Ländern anstellen, um sich Kosten zu sparen. Wie das Bundesverwaltungsgericht nun geurteilt hat, sind für diese Arbeiter keine Sozialversicherungsbeiträge in Österreich zu bezahlen, sondern in den jeweiligen Ländern. "Das ist leider ein weiterer Anreiz für diese schädigende Praxis, die sich auch auf die Arbeitsbedingungen in der Branche auswirkt. Denn die Fahrer aus dem Ausland sind nicht nur wegen geringerer Lohnnebenkosten viel billiger und bringen heimische Arbeiter unter Druck, sondern leben oftmals über Wochen in ihren LKW ohne heimzukommen. Das führt wiederum dazu, dass in Tirol die LKW-Parkplätze übervoll sind", führt Weratschnig aus.

Auch in Bezug auf die Transitproblematik sieht Weratschnig einen direkten Zusammenhang. Denn die Bahn könne ihre Mitarbeiter*innen nicht einfach auslagern und daher auch nicht zu günstigeren Bedingungen den Transport durch Tirol anbieten. "Hier findet eine Wettbewerbsverzerrung zu ungunsten der Gesundheit der Tiroler*innen statt, denn der Transport auf der Straße wird unter diesen Rahmenbedingungen immer billiger sein. Mit Lohndumping auf der Straße wird die Rollende Landstraße nicht attraktiver", warnt Weratschnig, der die heimischen Frächter in die Verantwortung nimmt.
 
In Bezug auf den Transit nimmt Weratschnig auch heute die schwarz-blaue Bundesregierung in die Pflicht: "Nicht nur die Fahrer werden zu Billigstkonditionen angestellt, sondern auch die Mautpreise in Tirol, Bayern und Südtirol sind viel zu billig. Die Maut wird weder dem Verursacherprinzip gerecht noch verhindert sie, dass Millionen LKW durch Tirol fahren. Fakt ist, dass unser Mautdumping geradezu ein Magnet ist, durch Tirol zu disponieren. Das Dieselprivileg ist dann noch ein zusätzliches Zuckerl, das Frächter als Anreiz dient", erläutert der Grüne. Die schwarz-blaue Bundesregierung habe es in der Hand diesem Treiben ein Ende zu setzen, indem sie die Maut auf der Brennerautobahn und auf der Unterinntalstrecke erhöht und das Dieselprivileg abschafft. Damit würde auch der Druck auf Bayern zusätzlich erhöht. Darauf und auf eine gemeinsame Attraktivierung der RoLa werde die Grüne LHSTv.in Ingrid Felipe beim hochkarätigen Transit-Gipfel am 08.01. in München drängen, zu dem sich heute auch der italienischer Verkehrsminister Graziano Delrio angekündigt hat. Einziger Abwesender werde damit der neue österreichische FPÖ Verkehrsminister Norbert Hofer sein. 



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