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am 1. Dezember

Was Kärnten kann, sollte in Tirol auch möglich sein

Gabriele Fischer - für umfassendes und Glyphosat-Verbot - "Am besten gleich, ohne lange Übergangsfristen" - Prüfung läuft

Nachdem sich in der Kärntner Landesregierung ÖVP und Grüne auf einen umfassenden Glyphosat-Stopp per Verordnung im Pflanzenschutzmittelgesetz verständigt haben, hofft die Grüne Landwirtschaftssprecherin Gabriele Fischer auf ein rasches Nachziehen von Tirol. "Was Kärnten kann, sollte in Tirol auch möglich sein. Denn die Tiroler*innen haben kein Verständnis dafür, dass ein Spritzmittel weiterhin zum Einsatz kommt, das im Verdacht steht krebserregend zu sein." Jetzt sei der richtige Zeitpunkt um aktiv zu werden und das Gift-Spritzmittel Glyphosat in Tirol, so weit es rechtlich möglich ist, zu verbieten. „Ich freue mich, dass LHStv. Ingrid Felipe eine Prüfung in Auftrag gibt, ob eine Verordnung des Landes möglich ist“, gibt Fischer bekannt.


Positiv wertet die Grüne Landwirtschaftssprecherin auch den Ruck, der jetzt durchs Land geht. Darunter falle auch das Bekenntnis der großen Molkereibetriebe im Land nur mehr glyphosatfreie Milch anzunehmen. "Das zeigt, dass es gleich geht - ohne lange Übergangsfristen. Ich freue mich über das eindeutige Signal auch vonseiten der Kleinkäsereien", so Fischer. Geht es nach den Grünen solle Glyphosat aus dem Handel verschwinden, auf den Einsatz im privaten wie öffentlichen Bereich verzichtet werden und natürlich in der Landwirtschaft nicht mehr auf die Äcker gespritzt werden. "Wenn die Zahlen der Landwirtschaftskammer stimmen, dass das giftige Spritzmittel nur mehr marginal zum Einsatz kommt, dann ist es sicher möglich es sofort und ein für alle mal zu verbannen. Das gilt auf den Feldern wie für den Obstbau", so die Grüne. 


Hervorzustreichen sei auch die Vorreiterrolle von einigen Tiroler Gemeinden wie Innsbruck und Telfs, die auf das schädliche Unkrautvernichtungsmittel schon länger und erfolgreich verzichten. "Diese Gemeinden zeigen, dass es auch gut ohne dieses Giftmittel geht. Die Gesundheit der Tiroler*innen hat für mich ganz klar Vorrang. Und ich hoffe das hat sie auch für alle Bürgermeister*innen", sagt Fischer. Auch wenn es aufgrund rechtlicher Hürden, wie sich aktuell in Kärnten zeigt, schwer werde ein generelles Verbot auszusprechen, müsse im eigenen Wirkungsbereich alles unternommen werden.
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