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am 19. November

Tirol setzt weitere regionale Anreize gegen Tiertransporte

Georg Kaltschmid - Kaltschmid: „Wir stärken die Regionalität und senken das Tierleid. Nächstes Ziel: die verplichtende Herkunftsbezeichnung“

In Tirol geht es Schlag auf Schlag um qualvolle Tiertransporte ins EU-Ausland unnötig zu machen. Nach der Prämie für die artgerechte Haltung und Aufzucht von Kälbern in Tirol wird mit der Erneuerung von regionalen Schlachtstellen im Oberland ein weiterer Anreiz geschaffen um die regionalen Kreisläufe zu stärken. Insgesamt werden aus dem Konjunkturpaket 1,24 Mio. Euro aufgwedet, um in Wenns im Pitztal, in Fließ und in Ehenbichl die veralteten Schlachtstellen auf den neuesten Stand zu bringen.

„Unser Ziel ist es die Regionalität zu stärken und das Tierleid zu senken. Die Prämie für die Aufzucht und Verwertung von Kälber in Tirol und erneuerte regionale Schlachtstellen sind gute Beispiele wie das gelingen kann“, freut sich Kaltschmid, dass gemeinsam mit Landesrat Josef Geisler aktuell in dem Bereich viel weitergeht.

Der Grüne Landwirtschafts- und Wirtschaftssprecher erhofft sich nun auch einen neuen Impuls für die verpflichtende Herkunftsbezeichnung in der Gastronomie. Die sei aus Sicht der Grünen ein „Quantensprung“ für regionale Wirtschaftskreisläufe und auch höhere Qualität - von der Aufzucht bis zur Verwertung. „Stellen sie sich vor, sie gehen in ein Gasthaus und in der Speisekarte erfahren sie automatisch woher das Schnitzelfleisch kommt, das sie bestellen wollen. Das ist aus Konsument*innensicht wünschenswert und auch Gastronom*innen werden davon profitieren. Denn die Menschen sind bereit im Gasthaus für gute Qualität zu zahlen. Und wenn das Fleisch aus dem fernen Ausland und vielleicht aus fragwürdigen Zuchtbedingungen kommt, dann haben die Konsument*innen auch ein Recht das zu erfahren“, wirbt Kaltschmid für die verpflichtende Herkunftsbezeichnung.

Als echten Trumpf bezeichnet Kaltschmid die Kosten dieser Maßnahme: „Das kostet das Land gar nichts und die Gastronomie genau den Aufwand, die Karte anzupassen. Ein kleiner Aufwand für die Gastronomie. Ein großer Sprung für die gesamte regionale Wirtschaft“, ist sich Kaltschmid sicher. Rechtlich sei die verpflichtende Herkunftsbezeichnung in Bundeskompetenz. Der Grüne Abgeordnete hofft, dass noch im nächsten Jahr „Nägel mit Köpfen“ gemacht werde, nachdem sich auch hohe Wirtschaftsvertreter wie Wirtschaftskammerpräsident Walser für die verpflichtende Kennzeichnung ausgesprochen haben.​

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