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am 10. September

Kaltschmid zur Verwertung von normabweichendem Tiroler Gemüse

Georg Kaltschmid - Ein guter Vorschlag, aber es gibt noch viel zu tun!

Dass für Tiroler Gemüse, welches aufgrund der Größe oder des Aussehens nicht für den Handel verwertbar ist, andere Absatzmärkte gefunden werden sollen, bezeichnet der Grüne Landwirtschafts- und Tourismussprecher Georg Kaltschmid als einen sehr positiven Vorschlag. „Gerade in der Gastronomie sehe ich zahlreiche Möglichkeiten. Dort wird das Obst und Gemüse großteils weiterverarbeitet. Dabei spielen sowohl Größe als auch Aussehen meist keine Rolle. Was zählt ist die Qualität und diese ist beim Tiroler Gemüses sehr gut“, so Kaltschmid weiter.

„Dafür braucht es aber eine gutes Netzwerk zwischen Produzent*innen, Händler*innen und den Gastronomiebetrieben. Diese stecke aber noch in den Kinderschuhen“, erklärt Kaltschmid. „Der Wille dafür ist bereits auf beiden Seiten ersichtlich, in der Landwirtschaft wie auch in der Gastronomie. Das Projekt ‚Übergemüse’ der Landwirtschaftskammer ist ein wichtiger erster Schritt. Vermarktungssynergien wären eine Win-Win-Situation für alle. Die Landwirtschaft könnte ihre Produkte besser verkaufen und die Gastronomie hätte eine größere regionale und saisonale Produktpalette.

„Leider ist in der Gastronomie die sogenannte Pseudoregionalität immer noch ein Thema. Es werden Produkte als heimisch verkauft, obwohl diese nicht aus Tirol stammen. Das ist Etikettenschwindel und Konsument*innenentäuschung“, ärgert sich Kaltschmid. „Als Ausrede wird oft genannt, dass es zu wenig heimische Produkte gibt und diese nicht das ganze Jahr hindurch zu bekommen sind bzw. der Aufwand diese zu bekommen zu groß ist. Wenn wir hier alle an einem Strang ziehen, so können wir wirklich etwas bewegen“, meint Kaltschmid und sendet ein unmissverständliches Signal in Richtung der Landwirtschafts- und Tourismusvertreter*innen im Land. „Zusätzlich braucht es eine breite Bewusstseinsbildung in der Bevölkerung. Nur, weil etwas nicht der Norm entspricht, ist es noch lange nicht für den Verzehr ungeeignet oder gar von schlechter Qualität“, so Kaltschmid abschließend.

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