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am 5. April

Kaltschmid: „Qualvolle Tiertransporte durch halb Europa müssen der Ver­gangen­heit angehören“

Georg Kaltschmid - Grüne begrüßen Tiroler Kälbertransporte-Stopp nach Bozen und erneuern Forderung nach verpflichtender Herkunftskennzeichnung in der Gastronomie

„Erleichtert“ zeigt sich der Grüne Landwirtschaftssprecher Georg Kaltschmid über den von Landesveterinärdirektor Josef Kössler angekündigten Stopp der Kälbertransporte von Tirol nach Bozen. „Das ist ein erster wichtiger Schritt um das schreckliche Leid, welche Kälber beim Transport erleiden, zu mindern“, meint der Grüne Landtagsabgeordnete Georg Kaltschmid.

Wie berichtet wurden in Bozen die Kälber oft direkt nach Südspanien weitertransportiert. Die vorgeschriebenen Mindestruhezeiten für die Tiere seien dabei nicht im Ansatz eingehalten worden. „Der Druck den die Tierschutzorganisationen, aber auch wir Grüne und vor allem die Zivilgesellschaft aufgebaut haben, hat endlich Wirkung gezeigt. Leider wird immer öfter erst gehandelt, wenn die schrecklichen Aufnahmen das Tierleid belegen. Dabei ist die Situation keine neue. Es ist bedenklich, dass Argumente allein oft nicht mehr ausreichen. Es wäre wünschenswert, dass es solche Aufdeckungen gar nicht erst benötigt, sondern gleich gehandelt wird“, mahnt der Grüne Landwirtschaftssprecher ein.

Der Stopp derartiger Tiertransporte könne aber für Kaltschmid nur der erste Schritt sein. „Wir müssen schleunigst an Alternativen arbeiten und einen Systemwandel in der europäischen Agrarpolitik einleiten“, sagt Kaltschmid. Der Weg, den das Land Tirol im eigenen Wirkungsbereich mit heimischen Kalbfleisch gehe (etwa in Küchen und Kantinen von Krankenhäusern, Kindergärten, Seniorinnen- und Seniorenheimen, etc.) müsse weiter konsequent vorangetrieben werden.

Unzureichend sei der Zustand in vielen Gastronomiebetrieben in Tirol. Der Pseudoregionalität müsse der Riegel vorgeschoben werden, so Kaltschmid. Dafür benötige es eine verpflichtende und kontrollierte Herkunftsbezeichnung in den Tiroler Speisekarten. „Wir sind es den Gästen und Einheimischen schuldig, sie aufzuklären, ob ihr Fleisch auf dem Teller vom Bauern von nebenan kommt, oder ein gequältes Tier ist, das durch halb Europa gekarrt wurde. Das geht nur mit einer verpflichtenden Herkunftsbezeichnung. Und es stärkt die Betriebe, die jetzt schon ehrlich regional arbeiten. Des Weiteren muss das Förderregime auf EU Ebene im Agrarsektor so umgestaltet werden, dass die Kälbermast im Inland wieder rentabel und Kälbertransporte ins Ausland unnötig zu machen“, fordert Kaltschmid.​

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