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am 10. Juli

Kaltschmid: „Was Kuhn in Erl aufgeführt hat, darf sich nie mehr wiederholen“

Georg Kaltschmid - Gleichbehandlungskommission bestätigt sexuelle Belästigung vonseiten Kuhns

Der Grüne Kulturssprecher Georg Kaltschmid zeigt sich nach der Bestätigung der Gleichstellungskomission des Bundes, wonach der ehemalige musikalische Direktor Gustav Kuhn in Erl Angestellte sexuell belästigt habe, betroffen. „Es ist eine Schande, was Kuhn in Erl über Jahre aufgeführt hat und es so lange gedauert hat bis alles ans Tageslicht gekommen ist. Die Betroffenen sind einmal durch die Hölle gegangen. Zuerst wurden sie belästigt und dann wurde auch noch versucht ihre öffentlichen Aussagen anzuzweifeln und ihren Ruf zu ruinieren. Wir müssen alles daran setzen, dass sich sowas nicht wiederholt“, so Kaltschmid, der Erl unter der neuen Führung auf einem gutem Weg sieht.

Wie sich herausstellt, sei es richtig gewesen hartnäckig nach vollständiger Aufklärung im Sinne der Opfer zu pochen und den Rückzug von Kuhn zu erzwingen, um das Ansehen der Tiroler Festspiele Erl nicht weiter zu beschädigen. Der Grüne Abgeordnete hatte wiederholt gefordert, dass Kuhn bis zur Klärung der Vorwürfe aus dem Scheinwerferlicht treten müsse. „Die Tiroler Festspiele Erl erhalten Fördergeld des Landes Tirol, da ist es für mich selbstverständlich, dass solchen Vorwürfen lückenlos nachgegangen wird“, sagt Kaltschmid.

Aus der Causa müssen auf Landesebene die richtigen Rückschlüsse gezogen werden, so Kaltschmid. „Wenn solche Vorwürfe im Raum stehen, dann darf es kein Zögern und Zaudern geben. Das ist hoffentlich etwas, das diese Causa zum Positiven verändert hat. Es muss sensibel agiert werden und eine Atomsphäre geschaffen werden, in der sich Menschen trauen von Missständen und Übergriffen zu berichten“, hofft Kaltschmid auf eine gesamtgesellschaftliche Weiterentwicklung.

Zum Rechnungshofbericht, der auch diese Woche veröffentlicht wurde, meint Kaltschmid, dass gerade bei einem großen Unternehmen mit Landessubventionen, wie es bei den Tiroler Festspiele Erl der Fall ist, ein Aufsichtsrat installiert werden müsse. „Gerade im Umgang mit öffentlichen Geldern braucht es vollkommene Kontrolle und Transparenz. Wie es den Anschein hat, hat sich Gustav Kuhn in Erl ein eigenes Königreich erschaffen, in dem er der Erlkönig war und er waltete wie es ihm gefällt. Ein solches Agieren schadet auch dem Ansehen der Festspiele und ist unverantwortlich der Tiroler Steuerzahler*innen gegenüber. Es braucht hier ein weiteres Kontrollorgan, gerade wenn so viel Geld verwaltet wird. In viel kleineren Institutionen wie auch z.B. in jedem Tourismusverband gibt es aus diesem Grund einen Aufsichtsrat zur Kontrolle und zur Ermöglichung vollständiger Transparenz.  Als Land sind wir beides den Steuerzahler*innen schuldig,“ schliesst Kaltschmid.​

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