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am 9. September 2015

'Grüß Göttin' Tafel steht für modernes Tirol

Nicole Schreyer - Politische Einmischung in die künstlerische Freiheit inakzeptabel

"Seit fünf Jahren steht das Kunstwerk von Ursula Beiler am Grenzübergang Kufstein für ein modernes und aufgeschlossenes Tirol. Es ist ein starkes Zeichen für die Sichtbarkeit von Frauen und trägt zur Gleichstellung bei. Dieser feministische Leuchtturm muss bestehen bleiben“, reagiert die GRÜNE Bezirkssprecherin, Bundesrätin Nicole Schreyer auf einen entsprechenden Artikel in der Tiroler Tageszeitung, wonach die Grußtafel im Jänner abmontiert werden muss.

Dass die Genehmigung an diesem Ort nicht verlängert wurde, stößt den Grünen sauer auf. "Über Geschmack lässt sich nicht streiten. Und die künstlerische Freiheit hat für uns ebenso außer Frage zu stehen. Das "Grüß Göttin" Schild mag nicht jedem zusagen, aber es stellt jedenfalls eine Bereicherung für die Diskussion über frauenpolitische Themen da. Es beleidigt nicht, sondern beleuchtet eine andere Perspektive," so Schreyer.

Die angeblich breite Front gegen das Kunstwerk verwundere sehr, ergänzt die GRÜNE Frauensprecherin, Landtagsabgeordnete Gabriele Fischer. "Dass sich Diözesanbischof Scheuer als Vertreter der Tiroler KatholikInnen zu Wort meldet, ist zu respektieren. Inakzeptabel hingegen ist die politische Verurteilung eines Kunstwerkes durch einen hohen Repräsentanten des Landes, zumal die "Grüß Göttin" Tafel sogar vom Land Tirol im Rahmen einer Kunstaktion gefördert wurde", kritisiert Fischer die Aussagen von Landtagspräsident Herwig Van Staa.

"Die weibliche Sicht zuzulassen und die Freiheit der Kunst nicht zu beschneiden, ist eine Grundvoraussetzung für eine offene, tolerante Gesellschaft und für ein modernes Tirol", so Fischer. "Politische Einmischung in die Kunst hat in Tirol im 21. Jahrhundert nichts mehr zu suchen.“

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