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am 26. Juli

„Wenn die Kühe früher von den Almen abgetrieben werden müssen , brennt der Hut"

Georg Kaltschmid - Schwarz-blaue Bundesregierung muss bei der Klimakrise endlich aufwachen und handeln

Als alarmierend bezeichnet der Grüne Landwirtschaftssprecher Georg Kaltschmid die aktuelle Hitzwelle und die viel zu geringen Niederschlagswerte, die auch in Tirol zu einer brenzligen Situation führen, wie der Kurier und die Tiroler Tageszeitung berichten. „Wenn die Kühe früher von den Almen abgetrieben werden müssen, dann brennt der Hut gewaltig", nimmt Kaltschmid Bezug auf den Landecker Landwirtschaftskammerobmann, der sorgenvoll bekanntgab, dass das Heu und das Wasser auf vielen Almen im Bezirk knapp werde. Vorzeitige Almabtriebe seien die Folge.

Ein Blick auf die heurigen Niederschlagswerte in Tirol und Vorarlberg zeigen, welche Auswirkungen die Klimakrise mit sich bringt. Die Regenmenge liegt vielerorts um 50% unter dem langjährigen Mittel. In höhergelegenen Vorarlberger Gemeinden sind die Bürger*innen sogar aufgerufen Wasser zu sparen. Bäuerinnen und Bauern beklagen, dass die Ausfälle bei der Heuernte bis zu 100 Prozent betrage. Von Griechenland bis Schweden wüten außer Kontrolle geratene Brände. In England, wo es sonst kaum einen Tag ohne Regen gibt, scheint die Sonne seit Wochen.

"Das sind die direkten Vorboten der Klimakrise. Wenn wir nicht endlich aufwachen, dann gibt es ein ganz bitteres Erwachen. Denn mit jedem Grad, mit dem die Erderwärmung steigt, verändert sich die Welt, wie wir sie kennen, dramatisch. Hier geht es um nicht weniger als die Lebensgrundlagen von uns allen. Wenn wir das nicht ernst nehmen und etwas unternehmen, dann brechen gerade in der Landwirtschaft und im touristischen Bereich schwierige Zeiten auf uns herein", so der Grüne Stv. Klubobamnn.

Er nimmt die schwarz-blaue Bundesregierung in die Pflicht, die bisher keine ernsthaften Anstalten machte gegen "die größte Herausforderung der Menschheit" vorzugehen. "Kurz ist unttätig und Strache neigt dazu die Klimakrise zu leugnen. Das ist die bittere Realität im Jahr 2018", kritisiert Kaltschmid. Er appelliert an die Bundesregierung, mit jener politischer Energie ans Werk zu gehen, die sie bei anderen Themen gezeigt hat. "Wenn Kurz soviel Energie für die Klimarettung investieren würde, wie für die Abschottung Europas, dann würde es wohl um einen halben Grad weniger heiß werden", sieht der Grüne eine realistische Chance auf eine Eindämmung der Erderwärmung. Dafür müsse sich aber Kurz und Strache aus der "freiwilligen Geiselhaft der Industriellenvereinigung" lossagen und endlich Reformen, wie eine ökosoziale Steuerreform, auf Schiene bringen.

In Tirol habe sich die Landesregierung laut Kaltschmid vor Jahren mit einer Vielzahl von klimaschonenden Maßnahmen auf den richtigen Weg gemacht. Angefangen vom konsequenten Ausbau der Öffis, über die Energiestrategie bis zum Lufthunderter werde an vielen Stellschrauben gedreht um klimaschädliche Abgase zu reduzieren. „In Tirol sind wir auf dem richtigen Weg, auch wenn noch viel mehr möglich ist.  Aber ohne Bund bringen all unsere Bemühungen nicht viel. Wir können die Trockenheit und Hitze nur eindämmen, wenn jeder mitmacht", schließt Kaltschmid.


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