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am 5. April

Pannenstreifen-Testlauf: „So ist die Klimastrategie reif für den Schredder“

Michael Mingler - „Der Klimakollaps wird durch den Ausbau der Öffis und nicht durch die Attraktivierung der Straße abgwendet“

Für Kopfschütteln sorgt die Ansage von Verkehrsminister Norbert Hofer einen Tag nach der Präsentation der Klimastrategie, den Pannenstreifen auf der A4 als zusätzliche Spur im Testlauf zu öffnen. „Das ist doch absurd: Gestern präsentiert schwarz-blau die Klimastrategie, in der die Verkehrsvermeidung „an erster Stelle“ steht, und am Tag drauf wird eine weitere Spur auf der Autobahn angekündigt, die mehr Verkehr anzieht, weil die Strecke attraktiver wird“, kritisiert der neue Verkehrssprecher der Tiroler Grünen, Michael Mingler.

Damit führe ÖVP und FPÖ ihr Ziel mit der ersten Maßnahme ad absurdum. „Um die Klimaziele zu erreichen, braucht es ein Umdenken. Und zwar voller Ausbau der Öffis und weniger Straßenverkehr. Die Regierung plant jetzt das Gegenteil. Wenn solche Maßnahmen ergriffen werden und so agiert wird, ist die Klimastrategie reif für den Schredder“, sagt der 26-jährige.

Die Öffnung des Pannenstreifen wird aus Tiroler Sicht mit Argusaugen beobachtet, wäre eine zusätzliche Spur in Tirol doch eine delikate Angelegenheit in Bezug auf den Transitverkehr. Denn mit einer Öffnung des Pannenstreifens wäre die Blockabfertigung rechtlich nicht länger aufrecht zu halten. Grundlage der Blockabfertigung ist der Verkehrsfluss und die Verkehrssicherheit. Dieses Argument wäre bei einer zusätzlichen Spur wohl nicht mehr zu halten.

Die Tiroler Grünen wollen daher von Verkehrsminister Hofer wissen, ob es bei seiner Zusage bleibt, Tirol von einer Pannenstreifen-Öffnung auszunehmen. „Die FPÖ hat sich im Wahlkampf gegen die Öffnung des Pannenstreifens und für die Beibehaltung der Blockabfertigung ausgesprochen. Bleibt es dabei?“, will Mingler wissen.​

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