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am 23. September

Neßler: „Das einst ewige Eis schmilzt uns regelrecht unter unseren Füßen davon“

Barbara Neßler - Front aus Bergsport, Wissenschaft und Politik für entschlossenen Klimaschutz in Österreich

Im Alpenraum steigen die Temperaturen durch die Klimakrise doppelt so stark wie im österreichischen Durchschnitt. Einer der Orte, wo man die Folgen dieser klimatischen Veränderung deutlich sehen kann, ist für die grüne Nationalratskandidatin Barbara Neßler der Jamtalferner im Bezirk Landeck: „Das einst ewige Eis schmilzt hier regelrecht unter unseren Füßen davon“, so der traurige Befund beim Lokalaugenschein diese Woche.

Der Berg an der Grenze zur Schweiz ist einer der am besten ausgeforschten Gletscher in den Alpen​. Seit 2006 hat er aber ein Fünftel seiner Eismasse eingebüßt. Schockiert über Zustand der heimischen Gletscher zeigt sich der Umweltforscher Heribert Insam, der auch für die Grünen bei der Nationalratswahl kandidiert: „Ich hab schon an vielen Gletschern auf der ganzen Welt geforscht: Am Rotmoosferner im Ötztal, am Athabasca-Gletscher in Kanada, am Popocatépetl in Mexiko. Überall sehen wir das gleiche Bild: Die Gletscher gehen zurück und Schuld daran ist im Großen und ganzen der menschengemachte Klimawandel.“


Auch Bergsportler machen auf die Folgen der Klimakrise aufmerksam. Unter dem Namen „Protect Our Winters“ (POW)​ sammeln sich weltweit Athleten, die sich für umfassenden Klimaschutz und den verantwortungsvollen Umgang mit der Bergwelt einsetzen. Für den Snowboarder Valentin Werner, Sprecher von POW Austria, ist die größte Gefahr der starke Temperaturanstieg in den Bergen. Durch den Rückgang des ewigen Eis werden Berge instabiler und Felsstürze und Gerölllawinen wahrscheinlicher. „Das ist dann der Moment, wenn uns Bergsportlern der Klimawandel wortwörtlich auf den Kopf fällt“, so Valentin Werner.

Die Wissenschaft plädiert daher für eine bessere Beobachtung der Tiroler Gletscher, um die Veränderungen für Mensch und Natur feststellen und Prognosen für die Zukunft abgeben zu können. Die Limnologin Birgit Sattler von der Universität Innsbruck forscht momentan mit einem Team am Jamtalferner und hat eine zusätzliche – bislang unterschätzte - Erklärung für den rasanten Rückgang der Gletscher: „Durch die Erwärmung wachsen auf der Eisoberfläche Algen, die Pigmente als UV-Schutz bilden. Das heißt, diese Algen verdunkeln den Gletscher, wodurch das Eis noch schneller schmilzt“, so Birgit Sattler. „Mir wäre es ein großes Anliegen, dass in Schulen das Bewusstsein für die Veränderungen unserer Natur gestärkt wird, zum Beispiel mit der Interaktion zwischen Wissenschaft und Schulen sowie Ausflügen zu Gletschergebieten.“

Die grüne Kandidatin für die Nationalratswahl Barbara Neßler begrüßt den Vorstoß von Bergsport und Wissenschaft und hofft ein Umdenken in der Bevölkerung. „Am 29. September zählt einzig und allein, welche Parteien die besten Lösungen für die Klimakrise hat. Eine Stimme für die Grünen ist immer auch eine Stimme für den Klimaschutz.“​

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