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am 8. Oktober

Mingler: „Die befeuern die Klimakrise, statt sie abzuwenden“

Michael Mingler - Österreich müsse endlich den Schalter umlegen - Aus für Verbrennungsmotoren ab 2030 und faire Besteuerung des Flugverkehrs gefordert

„Es ist verrückt: Während der Weltklimarat einen neuen beängstigenden Zwischenbericht zur Klimakrise liefert, bei dem eigentlich jedeR vernunftbegabte PolitikerIn rotieren müsste und sämtliche Medien ihren Schwerpunkt neu definieren müssten, diskutieren wir in Österreich aktuell über Tempo 140, den Bau neuer Autobahnen und größere Flughäfen. Und über das Ende des Dieselprivilegs wird nichtmal eine Debatte geführt“, äußert sich der Grüne Verkehrssprecher Michael Mingler heute zum aktuellen Zwischenbericht des Weltklimarates (IPCC)​, in dem zum dringenden Handeln aufgerufen wird.

So droht jetzt schon die Verfehlung der Ziele vom Pariser Abkommen, bei dem sich die internationale Staatengemeinschaft 2015 auf eine Eindämmung der Erderhitzung auf 1,5 Grad verständigt hat. Dafür müsste der Ausstoß des klimaschädlichen Kohlendioxids (CO2) bis 2030 um rund 45 Prozent gegenüber dem Wert von 2010 reduziert werden und zur Jahrhundertmitte der Ausstoß unter dem Strich bei null liegen. „Die Realität in Österreich ist aber, dass wir jedes Jahr noch mehr klimafeindliche Abgase produzieren“, verweist Mingler auf Zahlen, wonach die Treibhausgas-Emissionen seit 2015 in Österreich sogar wieder steigen. 

"Die Klimastrategie der Bundesregierung ist das Papier nicht wert, auf dem sie gedruckt ist. Es fehlt an allem: Kein Mut, kein Plan, kein Geld  - so werden wir kolossal scheitern. Und das wird verheerende Wirkungen mit sich bringen“, warnt Mingler. Denn die Klimakrise wird nicht nur südlich des Äquators Millionen Menschen zur Flucht zwingen, „sondern uns auch im Alpenraum direkt und hart treffen. Die Temperatur erhöht sich in den Alpen um das Doppelte des globalen Durchschnitts. Jeden Tag, den wir tatenlos verstreichen lassen, werden wir und unsere Kinder bitter bereuen“, so der Grüne Verkehrssprecher. 

Neben dem Ende der Verbrennungsmotoren bis 2030 bringt Mingler eine faire Besteuerung von Flugreisen als eine von vielen Klimaschutzmaßnahmen ins Spiel. „Der Flugverkehr ist einer der größten Treibhausgas-Emittenten. Da müssen wir gegensteuern. Es kann nicht sein, dass ein Flug von Innsbruck nach Mallorca ein Viertel so viel kostet wie ein Zugticket nach Wien“, so Mingler, der Bundeskanzler Kurz an seine wichtigsten Wahlkampfslogans erinnert: „Es ist Zeit für Veränderung und für mutige Entscheidungen. Ergreifen sie sie endlich“, so der Grüne.​

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