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am 22. September

Mair zu Regierungsklausur: „Photovoltaik volle Kraft voraus lautet die gemeinsame Devise“

Gebi Mair, Stephanie Jicha - PV Paket umfasst PV-Anlagenpflicht bei neuen öffentlichen Gebäuden ab 1. Jänner, PV Großparkplatz-Überdachungen und auf Lärmschutzwänden

Es ist unbestritten die dringenste Aufgabe unserer Zeit: Die globale Erderhitzung durch effektive und effiziente Klimaschutzmaßnahmen eindämmen. Das Thema prägte daher auch die Klausur der schwarz-grünen Landesregierung in Reutte, die mit konkreten politischen Ergebnissen in einem Leitantrag zu Klimaschutz und Nachhaltigkeit heute zu Ende ging. Neben weitreichenden Maßnahmen, wie der Einführung eines Klimacheck für alle künftigen Rechtsnormen des Landes, Green-Job Offensive sowie einem jährlichen Klimafortschrittsbericht als begleitendes Monetoring, streichen der Grüne Klubobmann und Gemeindesprecherin Stephanie Jicha die Neuerungen im Photovoltaik-Bereich hervor, die sie als „Durchbruch“ bezeichnen.

„Als Grüne kämpfen wir seit Jahren für eine Photovoltaik-Offensive, die diesen Namen verdient und die die Energiepolitik des Landes wirklich neu ordnet. Mit der Einigung, dass mit 1. Jänner auf allen Neubauten der öffentlichen Hand verpflichtend Photovoltaik errichtet werden müssen und bis 2030 alle Landes- und Gemeindegebäude mit PV ausgestattet sein müssen, setzen wir die richtigen Akzente für eine klimaneutrale Zukunft. Die Tiroler Dächer werden zu den neuen Kraftwerken der Energiegewinnung“, zeigt sich Gemeindesprecherin Stephanie Jicha zufrieden über die politischen Weichenstellungen.

Photovoltaik-Anlagen sollen in Tirol intelligent, kreativ und großflächig zum Einsatz kommen, so Gebi Mair. „Wir brauchen so gut wie jede verfügbare Fläche. Hier folgen wir ganz klar der Prämisse: was bereits verbaut ist, soll doppelt genutzt werden. Zum Beispiel all die riesigen Parkplätzen in Tirol, die derzeit reine Asphaltwüsten sind. Aus diesen Asphaltwüsten sollen Sonnenenergie-Zentren durch Überdachungen werden“, erklärt der Grüne Klubobmann. Ebenso sollen Lärmschutzwände zusätzlich genutzt werden. Die Asfinag befindet sich bereits in einer Pilotphase dazu, die auch in Tirol zur Anwendung kommen soll.

All das sei dringend geboten, wolle Tirol die selbst gesteckten Ziele von „energieautonom 2050“ und die ehrgeizigen Ziele des Bundes einhalten. Derzeit wird nur etwa ein Prozent des Tiroler Strombedarfs aus Sonnenenergie gedeckt, obwohl 8 von 10 Dächern für Photovoltaik-Anlagen geeignet sind. „Wenn wir unser Klima schützen wollen, müssen wir maximal auf klimafreundliche Systeme umsteigen. Photovoltaik auf Dächern ist hier ein Schlüssel, ohne den es nicht gehen wird“, so Mair.

Die Grünen sehen die Ergebnisse der Regierungklausur als eindringlichen Handlungsauftrag für die nächsten Monate. „Papier ist geduldig. Das wissen wir aus der Vergangenheit. Die Klimakrise hingegen kennt keine Verschnaufpause. Daher werden wir dahinter sein, dass alle Beschlüsse auch wirklich rasch zur Umsetzung kommen. Für die lange Bank haben wir keine Zeit mehr“, so Mair und Jicha.​

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