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am 28. August

Grüner Wohnsprecher Mingler: „Mit begrünten Fassaden und Dächern gegen die Klimakatastrophe“

Michael Mingler - Mehr Hitze- als Verkehrstote - Grüne Fassaden und Dächer als natürliche Klimaanlagen – Grüne fordern breites Maßnahmenpaket

Am Ende eines Sommers, in dem eine Rekordhitze der nächsten folgte, lassen die Tiroler Grünen nun mit einer innovativen Idee aufhorchen. Geht es nach ihrem Wohnsprecher Michael Mingler sollen insbesondere in Städten die Auswirkungen der Klimakatastrophe durch die Begrünung von Dächern und Fassaden bekämpft werden. „Noch nie waren die Auswirkungen der Klimakatastrophe so spürbar wie in diesem Sommer. Diese hohen Temperaturen sind nicht nur nervtötend, sondern extrem gesundheitsgefährdend. In den letzten vier Jahren starben statistisch gesehen mehr Menschen an den Folgen der Hitze als im Straßenverkehr“, ortetet Mingler vor allem in den Städten dringenden Handlungsbedarf, zumal die Zahl der Hitzetoten durch die Klimakatastrophe jedes Jahr steigt (pro 1 Grad Celsius Temperaturanstieg sterben bis zu 6 Prozent mehr Personen an den Folgen der Hitze).

Für Mingler kann diese Gefahr vor allem mit natürlichen Mitteln gebannt werden. Immerhin zeigen Studien, dass Fassaden, die mit Kletterpflanzen begrünt sind, um bis zu 10 Grad kühler sind. „Eine grüne Wand mit 850 Quadratmeter Fläche kühlt so gut wie 75 Klimageräte. Die von der Stadt Innsbruck eingesetzte Expertengruppe zeigt, dass die Innsbrucker Regierung die Zeichen der Zeit erkannt hat. Wir dürfen Innsbruck und die anderen Tiroler Städte hier nicht alleine lassen“, nimmt Mingler das Land Tirol in die Pflicht und mahnt auch Ursachenbekämpfung ein: weniger Abgase durch weniger Individualverkehr und niedrige Tempolimits für jene, die unbedingt fahren müssen, wären für die Grünen das Mittel der Wahl zur Bekämpfung der Klimakrise.

Mingler kann sich etwa auch eine Unterstützung für die Begrünung von Fassaden und Dächern vorstellen, wie es sie in ähnlicher Form bereits in Wien gibt. „Je grüner die Stadt, desto kühler. Beim Hochwasserschutz und bei der Wildbachverbauung nehmen wir vollkommen zu Recht viel Steuergeld für die Bekämpfung der Folgen der Klimakatastrophe in die Hand, warum nicht auch bei der unerträglichen Hitze in den Städten?“, so Mingler, demzufolge die Begrünung der Städte die einzig vernünftige Option für weniger Hitzetote und mehr Lebensqualität ist. „Mit der längst überfälligen Ermöglichung einer Baumschutzverordnung haben wir im Regierungsprogramm einen wichtigen Schritt für grünere und damit kühlere Städte vereinbart. Die Stadt Wien hat erst kürzlich die  Möglichkeit geschaffen, im Bebauungsplan eine Begrünung von Fassaden vorzuschreiben, das wäre auch in Tirol eine gute Option“, zeigt Mingler abschließend die vielfältigen Möglichkeiten zur Bekämpfung der Auswirkungen der Klimakatastrophe auf.


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