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am 4. Februar

Tiroler Grüne warnen eindringlich vor Kurzsichtigkeit in der Pflege

Gabriele Fischer - "Bundesregierung schiebt die Verantwortung auf alle Tiroler*innen ab"

​Bestätigt und zugleich alarmiert zeigt sich die grüne Gesundheits- und Pflegesprecherin Gabriele Fischer, nach der heutigen Berichterstattung in der Tiroler Tageszeitung zur Situation der Pflegekräfte und der zu Pflegenden in Tirol. "Das System der 24h-Betreuung steht mit dem Rücken zur Wand. Die Belastungen für Familien, die ihre Angehörigen zu Hause, in der gewohnten Umgebung, pflegen möchten, sind jetzt schon enorm hoch und kann in dieser Form nur durch Arbeitskräfte aus anderen EU-Ländern aufrecht erhalten werden", zeigt Fischer auf. So arbeiten die Betreuer*innen rund um die Uhr für durchschnittlich 2,30€/Stunde. "Durch die Kürzung der Familienbeihilfe für ausländische Beschäftigte wälzt die Bundesregierung den nächsten Brocken auf die Tiroler*innen ab, denn diese müssen für die Pflege ihrer Angehörigen jetzt tiefer in die Tasche greifen und das Ausfallen der öffentlichen Hand kompensieren."

Laut Gabriele Fischer, Kandidatin auf Platz 3 der Landesliste der Tiroler Grünen bei der kommenden Landtagswahl, muss die öffentliche Hand hier in die Verantwortung genommen werden: "Wenn die 24h-Betreuer*innen als Unterstützung wegbrechen, hat das fatale Folgen, die offenbar von der Bundesregierung nicht bedacht wurden." Anders könne sie sich die Entscheidung nicht erklären, "denn unterm Strich kosten die Heimplätze für Menschen, die nicht mehr zu Hause gepflegt werden können, ein Vielfaches!" warnt Fischer. Anstelle kurzsichtiger Vorschläge sollte besser heute als morgen auf die demografischen Veränderungen und die daraus resultierenden Herausforderungen reagiert werden: "Gezielte Aus- und Fortbildungen können Österreich als Arbeitsplatz für Pfleger*innen und Betreuer*innen attraktiv machen und sicherstellen, dass die Pflege auch im Privaten den hohen Standards gerecht wird, den zu pflegende Menschen verdienen." Zudem muss eine faire Entlohnung sichergestellt sein, sonst leide als erstes die Qualität der Pflege und das treffe direkt die Menschen, die auf Unterstützung angewiesen sind. "Wenn Menschen in ihrem gewohnten Umfeld, zu Hause, im Kreise ihrer Angehörigen, gepflegt werden möchten, sollte der Staat den Familien keine zusätzlichen Brocken in den Weg legen, sondern unterstützend zur Seite stehen", unterstreicht Fischer abschließend.

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