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am 14. Juli

Grüne besorgt über neue Corona-Sorglosigkeit

Gebi Mair - Gesundheitssprecher Mair ruft zur Unterstützung von Gastronom*innen bei Contact-Tracing auf

„Die neue Corona-Sorglosigkeit an vielen Orten darf nicht zu neuen großen Problemen führen“, ist der Grüne Gesundheitssprecher im Tiroler Landtag Gebi Mair besorgt. In den vergangenen Tagen waren immer wieder Cluster aufgetreten, deren Nachverfolgung sich als schwierig erwiesen hat. Das ist eine Folge erhöhter Mobilität und verstärkter sozialer Kontakte.

„Ich bitte heute die Gastronom*innen um ihre Unterstützung im andauernden Kampf gegen die unkontrollierte Ausbreitung des Coronavirus“, wendet sich Gebi Mair direkt an die Besitzer*innen von Lokalen. „Eine freiwillige Registrierung von Gästen würde die Nachverfolgung von Kontakten bei auftretenden Infektionen deutlich erleichtern.“

Es sei auch unter Einhaltung von Datenschutzbestimmungen besser, wenn Gastronomiebetriebe die Gäste darum bitten, freiwillig ihre Kontaktdaten vor Ort zu lassen. Ansonsten sei es bei auftretenden Infektionen häufig notwendig, öffentliche Aufrufe an alle Gäste zu starten. „Niemand will gern als Corona-Hotspot in den Medien stehen. Und ich vermute, dass es aufgrund dieser Angst auch dazu kommen wird, Infektionen zu verschweigen. Das darf aber nicht passieren. Hier haben alle Beteiligten eine große Verantwortung“ verweist Gebi Mair darauf, dass es neben dem Epidemiegesetz auch eine moralische Verpflichtung zur gemeinsamen Vorgangsweise gebe.

Die Tiroler Grünen begrüßen es daher, wenn Betriebe Verantwortung für ihre Gäste übernehmen und durch ein einfaches Datenblatt im Eingangsbereich mit Name und Zeitraum des Besuchs zur Erleichterung der Nachverfolgung von Kontakten beitragen. Es müsse gelingen, neu auftretende Corona-Cluster so schnell wie möglich unter Kontrolle zu bringen. Die Gefahr einer neuerlichen exponentiellen Entwicklung von Infektionen sei durchaus gegeben, so Gebi Mair. "Ja, das bedeutet einen minimalen zusätzlichen Aufwand für Gastronom*innen. Aber wenn es zu einem Vorfall kommt, ist es eine erhebliche Erleichterung für alle", so Mair, der weiter betont: „Das Virus ist nach bisherigem Wissensstand weiterhin gleich ansteckend wie vor fünf Monaten. Und wir sollten aus den anfänglichen Fehlern gelernt haben. Eine freiwillige Registrierung von Gästen kann deshalb ein wesentlicher Baustein dabei sein, Kontaktpersonen schnell zu erreichen wenn neue Infektionen auftreten.“ Digitale Aufzeichnungsmethoden wie die Stopp Corona-App seien bisher aus unterschiedlichen Gründen nur teils geeignet, diese Aufgabe zu übernehmen. „Deshalb rufen wir alle Menschen in Tirol dazu auf: nehmen wir unsere Verantwortung weiter gemeinsam wahr!“​

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