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am 12. Februar

Einstufung als Mutationsgebiet - Grüne sehen in Einstufung Appell, noch entschiedener vorzugehen

Gebi Mair - Mair: „Das bedeutet noch weniger Mobilität und keine Wochenendausflügler und Zweitwohnbesitzer, die hin und her fahren“

Die Einstufung von Tirol als Mutationsgebiet, die die deutsche Bundesregierung laut Medienberichten am Abend vorgenommen hat, werten die Tiroler Grünen als zusätzlichen Appell, noch entschiedener gegen die Mutation vorzugehen. „Wir müssen uns jetzt natürlich ganz genau anschauen, welche rechtlichen Folgen das hat. Klar ist heute schon, dass diese Einstufung noch weniger Mobilität bedeutet und sicher keine Wochenendausflügler und Zweitwohnbesitzer aus Deutschland nach Tirol kommen werden, wie es in der vergangenen Wochen noch der Fall war“, so der Grüne Klubobmann Mair.

Insgesamt spiele die Entscheidung für die unmittelbare Pandemiebekämpfung eine untergeordnete Rolle. „Ob wir von Deutschland als Mutationsgebiet eingestuft werden oder nicht, ändert nichts daran, dass wir unsere Aufgaben vor Ort erledigen müssen. Es gilt, die B.1.351-Mutation schnell und konsequent einzugrenzen“, so Mair.

Dass die Einstufung auf der symbolischen Ebene von manchen als „Nackenschlag“ wahrgenommen werde, vor allem nach der Stimmungsmache des bayerischen Ministerpräsidenten Söder, dürfe aber nicht mit einer verbalen Retourkutsche beantwortet werden. „Vielmehr sollten wir es zum Anlass nehmen und uns besonders anstrengen. Besonders anstrengen heißt für jeden einzelnen sich besonders an die Regeln halten - Abstand, Hygiene, Maske, Testen - und für das Land, dass wir die Testkapazitäten und alle anderen Maßnahmen noch besser machen“, so Mair.

Eine Debatte über langfristige wirtschaftlichen Auswirkungen sei verfrüht und ohne seriöse Grundlage. „Es ist ja nicht so, dass die südafrikanische Variante ausschließlich in Tirol vorhanden ist. Ich gehe davon aus, dass diese Mutation so wie auch die britische in den anderen Ländern zunehmen wird. Sie ist ja auch schon in Deutschland mehrfach nachgewiesen. Und man muss wissen, dass andere Mutationen kommen werden, die vielleicht die südafrikanische schnell vergessen machen. Die Lage kann sich also schnell verändern. Es heißt also Ruhe und einen kühlen Kopf bewahren in der Pandemiebekämpfung“, so Mair.​​

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