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am 19. Juli

Neßler/Knabl: Grüne für sofortige Entfernung von SS-Gedenkstätte in Imst

Barbara Neßler - Gesamte NS-Ortsgeschichte ist schonungslos aufzuarbeiten

„Es ist ohnehin schon irritierend genug, wenn jahrzehntelang auf Gemeindegrund eine Gedenkstätte unterhalten wird, deren Hintergründe nie genauer untersucht wurden. Da nun durch eine Privatinitiative aufgedeckt wurde, dass hier Mitgliedern der Waffen-SS gehuldigt wird, sind unmissverständliche Konsequenzen zu ziehen. Und das heißt: Die Gedenkstätte ist sofort zu entfernen“, fordern Barbara Neßler, Grüne Nationalratsabgeordnete und Gemeinderat Helmut Knabl namens der Imster Grünen.

Damit reagieren die beiden Grünen auf die aktuell aufgeflammte Debatte rund um eine martialisch mit Landser-Helm und Eisernem Kreuz aufgemachte Gedenkstätte für drei Angehörige der Wehrmacht, die im Mai 1945 von alliierten Soldaten erschossen worden waren. „Die Gedenkstätte ist, milde ausgedrückt, eine Form der Geschichtsklitterung, die im Jahr 2021 keinen Platz mehr haben sollte – weder in Imst noch sonstwo. Anstatt der NS-Opfer zu gedenken, wird hier den Tätern gehuldigt. Das ist nicht akzeptabel“, reagiert Barbara Neßler empört auf das zögerliche Vorgehen des Imster Bürgermeisters Weirather.

„Das ständige Hinausschieben, wenn es um die Aufarbeitung des Nationalsozialismus geht, und erst dann zu reagieren, wenn ein Sachverhalt über Imst hinaus publik wird, ist unerträglich“, ergänzt Helmut Knabl und erinnert an die viel zu lange Debatte rund um die Umbenennung der Jakob-Kopp-Straße. Knabl fordert daher auch eine umfassende und schonungslose Aufarbeitung der NS-Geschichte von Imst. „Hier müssen endlich Nägel mit Köpfen gemacht werden, sonst holt uns die Geschichte immer wieder ein, und wir haben uns weiter regelmäßig mit Diskussionen zu beschäftigen, die schon längst geführt und abgeschlossen hätten werden müssen“, fügt Knabl an.

„Das zögerliche Verhalten ist nicht nur pietätlos gegenüber den Opfern, sondern zeugt auch von einer äußerst zweifelhaften Vorbildwirkung gegenüber den nachkommenden Generationen. Verschweigen und Drüberschwindeln sind im Umgang mit der NS-Geschichte keine Handlungsoptionen – zumindest dann nicht, wenn ein ‚Niemals wieder‘ ernst gemeint ist“, resümieren Neßler und Knabl.​

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