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Für eine Welt ohne Atomwaffen - ICAN's Weg zum Friedensnobelpreis

Februar 2018
08
Donnerstag
Ort:
Brennpunkt - coffee competence
Viaduktbögen 46-48
Zeit:
19:00 Uhr

15.000 Atomwaffen, von denen sich 1.800 in ständiger Alarmbereitschaft befinden, bedrohen nicht nur die gesamte Menschheit sondern alles Leben auf der Erde. In Zeiten zunehmender Konfrontationen und kriegerischer Auseinandersetzungen gibt das Anlass zu größter Sorge. „Es besteht die sehr reale Gefahr, dass wir in einen Nuklearkrieg hineinstolpern“, sagte kürzlich der ehemalige US-Verteidigungsminister William J. Perry.

Die International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN) ist ein Bündnis nichtstaatlicher Organisationen aus etwa 100 verschiedenen Ländern. 2007 in Wien gegründet, setzt sich ICAN seit zehn Jahren für ein vertragliches Verbot von Atomwaffen ein. Im Bemühen um dieses Verbot ist dieser Zusammenschluss die führende Kraft in der Zivilgesellschaft.

Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zu diesem Ziel wurde am 7.Juli 2017 erreicht: In den Vereinten Nationen in New York wurde der Vertrag zum Verbot von Atomwaffen von 122 Staaten angenommen. Dieser verbietet, Atomwaffen zu testen, zu entwickeln, zu produzieren und zu besitzen. Außerdem sind auch die Weitergabe, die Lagerung und die Androhung eines Nuklearschlags verboten.

Bislang haben mehr als 50 Staaten diesen Vertrag unterzeichnet, davon 4 Staaten bereits auch ratifiziert.

Am 10. Dezember 2017 erhielt ICAN in Oslo den Friedensnobelpreis für die Arbeit an dem historischen Vertrag und der Bewusstseinsbildung über die katastrophalen humanitären Konsequenzen von Atomwaffen!

Nadja Schmidt wird in ihrem Vortrag auf folgende Fragen eingehen:

  • Wer ist die Internationale Kampagne zur Abschaffung von Nuklearwaffen (ICAN)?
  • Was sind die Entwicklungen, die zur Verabschiedung des Vertrages zum Verbot von Atomwaffen geführt haben?
  • Welche Rolle spielte Österreich bei der Ausarbeitung des Vertrages?
  • Was bedeutet dieser Friedensnobelpreis für die Abschaffung von Atomwaffen/für ICAN?
  • Was ist und was kann Friedensarbeit heute erreichen?
Infos zur Organisation

ICAN Austria ist der österreichische Zweig der International Campaign to Abolish Nuclear Weapons (ICAN) und damit Mitglied eines globalen Bündnisses von über 460 Organisationen in über 100 Ländern, welches 2017 mit dem Friedensnobelpreis ausgezeichnet wurde.

Die österreichische Sektion ist ein seit 2013 eingetragener, gemeinnütziger Verein und laut Statut der Völkerverständigung und dem Einsatz für die Ächtung von Nuklearwaffen, für Abrüstung und Frieden verpflichtet.

Bis zum Juli 2017 haben wir den Prozess zum UN-Vertrag für ein Verbot von Nuklearwaffen begleitet. Nun mobilisieren wir weiterhin für die Unterzeichnung, Ratifikation und Anerkennung dieses Vertrages als Instrument zur Ächtung und Abschaffung von Nuklearwaffen.

Als junge Akteur*in in der österreichischen friedenspolitischen Gemeinschaft, engagieren wir uns ehrenamtlich für eine Welt, in der die Menschen Konflikte gewaltfrei und in Achtung der menschlichen Würde lösen.

Infos zur Vortragenden

Nadja Schmidt ist ehrenamtliche Obfrau und Gründungsmitglied von ICAN Austria. Nach dem Studium der Politik- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Wien absolvierte sie ein postgraduales Masterstudium am College of Europe in Warschau. Ihre beruflichen Stationen führten Sie von Projektassistenz und -management an der Universität Wien und in der Wissenschaftskommunikation über ein Traineeship im Außenministerium zu ICAN. 2014 organisierte sie für die Kampagne ein Forum mit der Beteiligung von über 500 zivilgesellschaftlichen Akteur*innen in Wien und koordinierte die Tätigkeiten der Kampagne gegenüber und zuweilen mit der österreichischen Regierung. Über digitale Projekte, die sie für ICAN initiierte, hat sie mittlerweile ihre eigene digitale Kommunikationsagentur in Wien gegründet.​

Webseite ICAN Austria: www.icanaustria.at

Webseite ICAN International: www.nuclearban.at


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