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am 21. September

Zur Abberufung von Kuhn: "Einzig richtiger Schritt"

Georg Kaltschmid - Chance für restlose Aufklärung und neuen Rahmen des Vertrauens für mögliche Betroffene

Die Abberufung von Gustav Kuhn als Dirigent der Festspiele Erl, kommentiert der Grüne Kultursprecher Georg Kaltschmid in einer ersten Reaktion als „einzig richtigen Schritt.“ Die Grünen hatten im Sommer wiederholt zum vollständigen Rückzug von Gustav Kuhn aus dem Rampenlicht gedrängt, um die Vorwürfe der sexueller Belästigung restlos aufzuklären, Schaden von den Festspielen Erl abzuwenden und die Institution wieder in ruhiges Fahrwasser zu führen.

Auch wenn die genauen Beweggründe des Vorstandes für die Abberufung als Dirigenten im Detail noch abzuwarten sind, sei die Kurskorrektur im Sinne des Opferschutzes voll und ganz zu begrüßen. Jetzt sei jener Standard erreicht, den es brauche, um die Vorwürfe sexueller Belästigung restlos zu klären. "Ich bin froh, dass nun eine neue Chance besteht, einen Rahmen des Vertrauens zu schaffen, in dem sich mögliche weitere Betroffene zu Wort melden können. All jene, die das bereits getan haben, können sich nun sicher sein, dass ihre vorgebrachten Vorwürfe ernst genommen werden“, so Kaltschmid.

Dass den Festspielen Erl und der Region durch die kurzfristige und ersatzlose Streichung der Erntedank-Tage ein wirtschaftlicher Schaden entsteht, sei zwar vermeidbar gewesen und dementsprechend bedauerlich, aber im Vergleich zur Gesamtwirkung nachgeordnet. „Der weitaus größeren Schaden nicht nur für Erl, sondern für den gesamten Kulturbetrieb in Tirol wäre entstanden, wenn Kuhn weiterhin im Rampenlicht gestanden wäre.“​​

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