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am 21. November

Sexistische Seilbahn-Werbung - Grüne fordern sofortigen Werbestopp

Stephanie Jicha, Barbara Neßler - Jicha und Neßler: „Das ist Sexismus in Reinform und hat im Jahr 2019 nichts verloren“

„Das ist Sexismus in Reinform und hat im Jahr 2019 nichts verloren. Die Axamer Lixum Seilbahnbetreiber haben aus ihrem Fehler 2017 offenbar nichts gelernt“, kritisieren Frauensprecherin Stephanie Jicha und die neue Tourismussprecherin auf Bundesebene, Barbara Nessler ein Sujet der aktuellen Werbelinie der Axamer Lizum. Zum Spruch „Perfekt präpariert“ ist eine Frau abgebildet, die auf dem Rücken liegend posiert.

Die Argumentation des Geschäftsführers Michael Körber in der Tiroler Tageszeitung, wonach das Plakat provokant aber keinesfalls sexistisch sei, kann Jicha nichts abgewinnen. „Mit dem Spruch ist das weder erotisch, noch provokant sondern schlichtweg sexistisch. Denn Frauen und auch Männer sind keine Skipisten, die mit einem Pistengerät präpariert werden“, so Jicha. Werbung präge letztendlich gesellschaftliche Entwicklungen mit. Dementsprechend verantwortungsvoll und umsichtig müsse vonseiten der Unternehmen agiert werden. "In vielen Bereichen hat es eine Verbesserung und Sensibilisierung gegeben. Aber es gibt leider immer noch Unbelehrbare, die meinen mit Sexismus für Aufregung und zusätzliche Reichweite zu sorgen. In Zeiten der sozialen Medien stellt sich so eine Werbung meist als Boomerang heraus. Und das ist auch gut so", sagt Jicha.

Die Grüne Tourismussprecherin Barbara Neßler sieht in der Werbung einen weiteren Fehltritt und einen Imageschaden, der der Tourismusstimmung im Land abträglich sei. „Pistenschlauch, überdimensioniertes Gletscher-Projekt, Pistenbau ohne Genehmigung und jetzt sexistische Werbung. Die Seilbahnbetreiber machen sich das Leben selbst schwer, wenn sie ständig übers Ziel schießen“, sieht Neßler einen der Gründe für die zunehmend schlechte Tourismuseinstellung im Land. Sie sieht auch einen Schaden für andere Betreiber selbst. Denn Gäste aus dem Ausland hätten für derartige Sujets kein Verständnis. "Skigebiete mit Sexismus zu bewerben, anstatt über neue Tourismuskonzepte nachzudenken, ist mehr als nur ein Schritt zurück", so die Grüne.

Die beiden fordern die Axamer Lizum auf das kritisierte Sujet zurückzunehmen. „Wenn schon das Gspür fehlt, was sexistisch ist und was nicht, dann ist es jetzt zumindest an der Zeit, Einsicht zu zeigen“, so die beiden.​



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