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am 31. Juli

Rücktritt von Kuhn macht Platz für Aufklärung

Georg Kaltschmid - spricht von „überfälligem Schritt“ - Staatsanwaltschaft jetzt am Zug

Positiv bewerten die Tiroler Grünen in einer ersten Reaktion den freiwilligen Rücktritt von Gustav Kuhn als künstlerischer Leiter der Festspiele in Erl, bis die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft abgeschlossen sind. „Die von den fünf Musikerinnen detailliert beschriebenen Vorwürfe der sexuellen Belästigung wiegen schwer. Alles andere als ein Ruhendstellung wäre ein fatales Signal gewesen. Jetzt stehen nicht mehr die Festspiele in Erl im Rampenlicht, sondern die rechtliche Aufklärung“, kommentiert der Grüne Kultursprecher Georg Kaltschmid die Entscheidung.

Der Grüne Landtagsabgeordnete hatte in den vergangenen Tagen wiederholt auf die vorläufige Suspendierung von Kuhn durch den Vorstand gedrängt. Dass Kuhn dem Beschluss zuvorkam, sei zu begrüßen. „Das zeigt zumindest ein Mindestmaß an Sensibilität für diese heikle Causa“, so Kaltschmid.

Er sieht damit auch die Reputation des Landes gewahrt. „Man darf nicht vergessen, dass es sich hier nicht um private Festspiele des Herrn Haselsteiner und Kuhn handelt, sondern um Festspiele, die in den vergangenen Jahren mit rund 7 Millionen Euro vonseiten des Landes gefördert wurden. Dazu kommen noch die Baukostenbeteiligung von gut 8 Millionen Euro“, verweist der Grüne Kultursprecher auf die öffentliche Finanzierung. Dementsprechend groß sei auch die Verantwortung und die Vorbildwirkung.

Mit dem Rücktritt sei der Weg frei für die Staatsanwaltschaft die schwerwiegenden Vorwürfe mit der entsprechenden Sorgfalt zu prüfen. „Jetzt ist ohne Nebengeräusche der Rechtsstaat am Zug -  und das ist gut so“, schließt Kaltschmid.​

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