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am 30. Juli

Kaltschmid zur Causa Kuhn: „Der Vorstand muss jetzt handeln“

Georg Kaltschmid - Opferschutz müsse ernst genommen werden - Reputation des Landes stehe am Prüfstand

Vor der morgigen Vorstandssitzung​ der Festspiele Erl erneuert der Grüne Kultursprecher Georg Kaltschmid die Forderung nach einer vorläufigen Suspendierung des künstlerischen Leiters der Tiroler Festspiele in Erl bis zur rechtlichen Klärung der massiven Vorwürfe durch die Staatsanwaltschaft und gegebenenfalls Gerichte. Nach zunächst anonymen Vorwürfen sexueller Belästigung und tyrannischem Führungsstils, gingen letzte Woche erstmals fünf arrivierte Musikerinnen mit konkreten und massiven Vorwürfen gegen Gustav Kuhn an die Öffentlichkeit.

„Die Festspiele sind zu Ende. Der Vorstand muss jetzt endlich handeln“, fordert Kaltschmid vor der morgigen Sitzung. „Das gebietet alleine der Opferschutz, der dem Land Tirol ein zentrales Anliegen ist. Land und Bund haben haben hier eine Vorbildwirkung“, verweist Kaltschmid auf die Gewaltpräventionsschwerpunkte des Landes der vergangenen Jahre, in denen gerade der Umgang mit derartigen Vorwürfen eine zentrale Rolle eingenommen hat. Für den Grünen Landtagsabgeordneten stehe die Reputation des Landes im Umgang mit sexueller Belästigung am Prüfstand.

Er betont, dass eine vorläufige Suspendierung weder die Unschuldsvermutung ausheble noch einer Vorverurteilung gleich käme. „Es geht lediglich darum, dass alle involvierten Personen einen Schritt aus dem Rampenlicht treten, um der Aufklärung Platz zu machen. Das sollte eigentlich bei derartigen Vorwürfen heutzutage ein ganz normaler Vorgang sein. Wenn dieser Schritt nicht freiwillig vonseiten des vermeintlichen Täters folgt, dann muss er vom Vorstand erfolgen“, so Kaltschmid.​

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