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am 3. März

Grüne Kritik an SPÖ - Sexismus an der Parteispitze

Barbara Schramm-Skoficz - "Wahlverlierer ist der Feminismus - da hat die SPÖ mit Dornauer ab jetzt ein Imageproblem"

Die Wahl von Georg Dornauer zum Chef der Tiroler SPÖ ist für die Landessprecherin der Tiroler Grünen, Barbara Schramm-Skoficz, ein beispielloser Vorgang: „Vor Wochen hat es noch parteiintern Rücktrittsaufforderungen gehagelt, nachdem er verbal gleich zweifach voll daneben gegriffen hat“, erinnert Schramm-Skoficz an den „Horizontal“-Sager und an die Aussage „Sexismus entsteht beim Empfänger.“ Selbst Bundesfrauensprecherin Heinisch-Hosek forderte den unverzüglichen Rücktritt von Dornauer.  Doch gestern wurde er mit dem Totschlagargument der notwendigen „Geschlossenheit“ an die Spitze gehievt. „Da sieht man die Prioritäten in der SPÖ. Die Macht ist ihnen wichtiger als der Inhalt“, lautet die Kritik der Grünen.

Dass auf eine erfolgreiche Frau wie Elisabeth Blanik ein Hallodri in der SPÖ folge, der darüber hinaus bisher mehr durch seine Multufunktionärs-Tätigkeit als durch Inhalte aufgefallen sei, bedeute für den Feminismus nichts Gutes. „Mit seiner Kür hat die SPÖ in Frauenanliegen ein ernstes Imageproblem", erklärt die Grüne.

Von den Tiroler Grünen bekommt Dornauer folgerichtig keine Bewährungsfrist, sondern einen Misstrauensvorschuss. „Nach Dornauers Ankündigung vor zwei Monaten, sich für Frauenanliegen stark zu machen, ist nichts mehr zu hören gewesen. Es reicht nicht nach nur einmal ins Mikro zu beißen, sondern der Einsatz für Frauenanliegen braucht dauerhaftes Engagement. Daran werden wir ihn messen“, so die Grüne.​

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