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am 7. August

Evaluierung zeigt, dass Gewaltschutz in Tirol auf mehreren Ebenen bereits gut etabliert ist

Stephanie Jicha - Die gesamte Zivilgesellschaft ist aufgefordert bei Gewalt hinzuschauen und zu handeln

Der vom Land Tirol gestern präsentierte Gewaltschutzplan ist das Ergebnis einer Landtagsentschließung, mit der die Landesregierung aufgefordert wurde, den Gewaltschutz in Tirol zu evaluieren und daraus Maßnahmen zur Verbesserung der Situation abzuleiten.  
„Die Ergebnisse der Gewaltschutzstudie sind durchaus erfreulich und zeigen, dass der Gewaltschutz in Tirol auf mehreren Ebenen bereits gut etabliert ist“, so die grüne Frauensprecherin Stephanie Jicha.

Tirol war sowohl 2017 und 2018 das Bundesland mit der geringsten Zahl an Betretungsverboten und das, obwohl die einschreitenden Beamt*innen per Dienstanweisungen dazu aufgefordert sind im Zweifel ein Betretungsverbot zu verhängen. „Dass die Zahlen in Tirol so erfreulich sind, liegt vor allem an der großartigen Arbeit der zahlreichen Gewaltschutzeinrichtungen. Auch die gute Zusammenarbeit und Kooperation zwischen den Einrichtungen, der Polizei, der Justiz und anderen Akteur*innen trägt viel zu diesem Erfolg bei“, streicht Jicha hervor.

Der Gewaltschutzplan zeige zudem in unterschiedlichsten Empfehlungen auf, wo das Land Tirol noch nachbessern kann. Nicht nur die Frauenpolitik ist Adressat der Empfehlungen, sondern auch andere Ressorts müssten handeln. „Die Studie veranschaulicht, dass ein weiterer Ausbau von Strukturen zwar notwendig ist, zugleich aber auch die gesamte Zivilgesellschaft angesprochen werden muss, bei Gewalt hinzuschauen und zu handeln", so die grüne Landtagsabgeordnete Jicha weiter. Eine landesweite Aufklärungs- und Informationsarbeit in der Bevölkerung sei ihrer Ansicht nach notwendig, Gewaltschutz als Thema in die Breite zu tragen.

Dass sich das Land Tirol weiterhin voranschreitend bei Gewaltschutz und -prävention positionieren wird, ist sich Jicha sicher: „Der Gewaltschutzplan bestätigt, dass die Landesrätin Gabriele Fischer den Bedarf in Tirol richtig erkannt hat und die notwendigen weiteren Schritte gesetzt hat. Denn Fakt ist, die Empfehlungen aus dem Gewaltschutzplan untermauern die bereits in Umsetzung befindlichen Schritte."

Zudem gibt es grünes Lob für die Bereitschaft, auch die Beratungsangebote für Täter auszubauen. Der Verein Mannsbilder ist bereits in Innsbruck, Wörgl, Landeck und Lienz tätig. Derzeit wird gerade das Angebot in Innsbruck ausgebaut und ab Herbst 2020 wird eine Außenstelle im Bezirk Reutte dazugestellt.​

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