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am 5. April

"Zuversicht ist der bessere Ratgeber"

Ahmet Demir - Tirol als Beispiel gelebter Integration

"Der unaufgeregte und optimistische Weg der Tiroler Landesregierung, allen voran der grünen Soziallandesrätin Christine Baur, hat zu einer sachlichen Debatte rund um Flucht, Asyl und Integration in Tirol geführt" zeigt der Landtagsabgeordnete und Integrationssprecher der Tiroler Grünen, Ahmet Demir, den Tiroler Weg auf. Ohne sich von Angst und Populismus leiten zu lassen, sei jeder Debatte zuträglich und helfe auch mögliche Bedenken besser zu verstehen und entsprechend handeln zu können, so Demir. "Emotionen sind ein wichtiger Teil der menschlichen Entscheidungsstruktur, dürfen aber nicht deren alleinige Grundlage sein." Tirol sei zuletzt für seine Integrationsbemühungen von der NGO "SOS Mitmensch" zum Bundesland mit dem besten Deutschkurs-Angebot für geflüchtete Menschen ausgezeichnet worden. "Das Land Tirol hat 2015 einen Masterplan ausgearbeitet, um Asylsuchende flächendeckend mit Deutschkursen versorgen zu können und erreicht mit 82,5% der Asylsuchenden schon einen großen Teil der Zielgruppe. Zumindest an großen Standorten werden nicht nur Alphabetisierungs- und Anfängerkurse, sondern auch höhere Kursniveaus angeboten. Bis auf wenige Ausnahmen gibt es keine Wartezeiten für die Teilnahme an Kursen", heißt es in der Begründung von SOS Mitmensch.

Dementsprechend ruft der Abgeordnete zur Besonnenheit: "Wenn das Thema Flucht und Asyl weiter mit schnellen Scheinlösungen und irreführenden Schlussfolgerungen gelenkt wird, werden wir keine nachhaltigen Lösungen für Europa auf die Beine stellen können. Lasst uns die Menschen wieder in den Mittelpunkt stellen und mutig und mit Zuversicht an nachhaltigen Lösungen arbeiten." Es gelte sowohl den ankommenden Menschen realistische Perspektiven aufzuzeigen und anzubieten, als auch die Chancen und Mehrwerte für uns alle klar zu kommunizieren. "In Tirol zeigt sich in jeder Gemeinde, die schutzsuchende Menschen aufnimmt, dass der direkte Kontakt Bedenken verringert und das gesellschaftliche Miteinander stärkt. Das Engagement der Bevölkerung ist von Zuversicht geprägt und zeigt den hohen Grad an Solidarität innerhalb Tirols."

Dem entgegen stehen Forderungen, die weder realistisch umsetzbar, noch moralisch vertretbar sind, jedoch gerne als populistisches Zündholz befeuert werden. "Dazu gehören Forderungen nach mittelalterlichen Festungen, Aussetzen internationaler Konventionen oder das Streben nach Internierungslagern auf anderen Kontinenten", zählt Demir beispielhaft auf und geht abschließend auf eine Kritikpunkt näher ein: "Schutzsuchende Menschen suchen auf ihrem verzweifelten Weg in Richtung Europa genau eines: Schutz", stellt Demir klar. "Wer, wie so viele NGOs und Organisationen, hilft das menschliche Leid ein wenig zu lindern, dem darf nicht die Schuld für politisches Versagen in die Schuhe geschoben werden" erklärt Demir in Richtung der Kritiker der Seenotrettungen im Mittelmeer und ergänzt: "ich habe größten Respekt und tiefe Wertschätzung für die Arbeit der freiwilligen Hilfsorganisationen und überhaupt kein Verständnis für die kurzsichtigen und unwürdigen Aussagen im Dienste des Populismus."
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