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am 18. August

Wirtschaftsaufschwung und Asyl - reguläre Arbeitsmarkt als Chance für beide Seiten

Georg Kaltschmid - Kaltschmid nach LR Mattle Aussagen zu fehlenden Arbeitskräften: „Arbeitskräfte sind vorhanden - es scheitert am Willen sie arbeiten zu lassen“

Auf die Aussage von Wirtschaftslandesrat Anton Mattle in der heutigen Tiroler Tageszeitung, wonach aufgrund des raschen Wirtschaftsaufschwungs „nicht so viele Mitarbeiter zur Verfügung stehen, wie die Betriebe gerne beschäftigen würden“ und neben Fachkräfte auch „klassische Hilfskräfte“ gesucht werden, reagiert der Grüne Wirtschaftssprecher Georg Kaltschmid mit einem weiteren Vorstoß in Bezug auf reguläre Arbeitsmöglichkeiten für Asylwerber*innen. Für ihn scheitere es in Tirol nicht nur an zu wenigen Arbeitskräften. „Es scheitert am politischen Willen, dass Asylwerber*innen eine echte Chance am freien Arbeitsmarkt bekommen. Und das trotz der Tatsache, dass der VfGH ein richtungsweisendes Urteil gestellt hat“, sagt Kaltschmid.


Vor rund einem Monat hob der VfGH den von den Grünen stets als „integrationsverhindernd“ und „diskrimierend“ bezeichneten Erlass des damaligen ÖVP Wirtschaftsminister Martin Bartenstein, der den Zugang zum Arbeitsmarkt für Asylerweber*innen auf gemeinnützige Tätigkeiten reduzierte. Asylwerber*innen waren vielfach zum Nichtstun über die teilweise lange Dauer der Asylverfahren verdammt. „Das wegweisende Urteil des VfGH bedeutet eigentlich ein Ende der integrationspolitischen Irrfahrt. Aber Bundesminister Kocher versucht über das AMS den Zugang für Asylwerber*innen weiterhin einzuengen. Das ist, wenn man den Aussagen von Landesrat Mattle folgt, das Gegenteil, was die Betriebe brauchen. Und es ist auch nicht im Geiste des Urteils des VfGH“, so Kaltschmid. Auch die Wirtschaftskammer hat sich für eine Öffnung des Arbeitsmarktes ausgesprochen.

Für den Grünen Wirtschaftssprecher sei das politisch motivierte Ausbremsen von Arbeitnehmer*innen grundfalsch, mitten in einer Wirtschaftsaufschwungphase sei es geradezu „schädigend“, dass den Betrieben mögliche Mitarbeiter*innen vorenthalten werden. „Es gibt Bedarf auf der einen Seite und den Willen und die Bereitschaft auf der anderen Seite. Wenn wir das zusammenführen, dann führt das zu einem win-win, statt zu einem lose-lose wie bisher“, so Kaltschmid. Er hebt abschießend einmal mehr die Vorteile von Arbeitsmöglichkeiten bereits im Asylverfahren hervor. Arbeit sei ein echter „sozialer Integrationsturbo“ und „das Eintrittstor in ein selbstbestimmtes Leben“.

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