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am 12. Juli

Nach LH Aussagen: Neue Hoffnung für von Abschiebung bedrohte Lehrlinge

Georg Kaltschmid - LH Wallner und LH Haslauer sprechen sich für Grüne Lösung aus - Kaltschmid hofft auf Unterstützung von Landeshauptmann Platter

Neue Hoffnung auf einen „Sieg der Vernunft und der Menschlichkeit“ schöpfen die Tiroler Grünen in Bezug auf die drohenden Abschiebungen von bestens integrierten Lehrlingen mit Flüchtlingsgeschichte. Wie in den vergangenen Wochen unter anderem in Reutte und Landeck bekannt wurde, droht jungen Lehrlingen die Abschiebung, obwohl sie in Branchen arbeiten, in denen Tiroler Unternehmen händeringend Nachwuchs suchen.

Mit der Grünen Aktion „Ausbilden statt abschieben“ wurde österreichweit eine Bewegung in Gang gesetzt, die sich für eine Lösung im Sinne der Wirtschaft und der Menschlichkeit ausspricht. Den Forderungen haben sich nun auch die Landeshauptleute von Vorarlberg und Salzburg angeschlossen. LH Haslauer  sprach sich im ORF für eine „Rot-Weiß-Rot-Carte“ aus. Landeshauptmann Wallner übernahm den Lösungsvorschlag „3plus2“. Diese Lösung sieht vor, dass bereits in Ausbildung befindliche Asylwerber*innen ihre Lehre abschließen können und anschließend weitere 2 Jahre ihr Fachwissen in Österreich einsetzen können.

„Es ist absurd motivierte junge Menschen abzuschieben, wenn Tiroler Unternehmen gleichzeitig händeringend nach Lehrlinge suchen. Das ist wirtschaftlich widersinnig und menschlich eine Tragödie“, zeigt der Grüne Integrationssprecher auf. „Diese jungen Menschen haben alles gemacht um sich zu integrieren. Sie haben Deutsch gelernt, sie haben Freundschaften geschlossen und sie haben eine Ausbildung begonnen. Sie in unsichere Länder wie Afghanistan abschieben, wo nach wie vor der Krieg tobt und Menschen verfolgt werden, ist schlichtweg inakzeptabel“, so der Grüne. Wie grausam die Situation ist, zeigte sich gestern in Deutschland, wo ein 28-jähriger Afghane aufgrund seiner Abschiebung nach 8 Jahren in Deutschland Selbstmord beging.​

Nach den klaren Ansagen aus Salzburg und Vorarlberg hoffen die Grünen nun auch auf die Unterstützung von Landeshauptmann Platter. Es brauche viel Druck in Richtung schwarz-blau. Nur so werde sich was ändern. „Alleine in Landeck drohen in 5 Fällen die Abschiebung. Die Unternehmen haben viel Zeit und Geld in die Ausbildung investiert und die Lehrlinge leisten gute Arbeit. Ich hoffe, dass Landeshauptmann Platter hier auf der Seite der Unternehmer und der Menschlichkeit steht und Druck auf Kurz und Strache macht“, so Kaltschmid.

Das Argument, wonach die Asylverfahren insgesamt schneller abgeschlossen werden müssen, teilen die Grünen. Es brauche professionelle, faire und schnelle Entscheidungen. „Aber bei jenen Personen, die teilweise über zwei Jahre auf ihre Entscheidung warten mussten, müssen wir eine humanitäre Lösung finden. Da kann man nicht wie Nationalratsabgeordneter Dominik Schrott die Augen davor verschließen. Menschlichkeit ist doch, was uns Menschen letztendlich auszeichnet“, wirbt Kaltschmid um eine Abkehr von der kaltherzigen Position der schwarz-blauen Bundesregierung.




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