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am 12. Juni

1.900 Lehrlinge fehlen dem Tiroler Tourismus

Georg Kaltschmid - Für Grüne ist 3plus2-Regelung der "einzig gangbare Weg"

Nach der jüngsten Abschiebung eines armenischen Kellnerlehrlings in Leutasch erneuert der grüne Landtagsabgeordnete Georg Kaltschmid seine Forderung nach einer 3plus2-Regelung für asylsuchende Lehrlinge: "Seit in Österreich asylsuchende Lehrlinge abgeschoben werden, melden sich zahlreiche verzweifelte Hoteliers und Gastronomen bei mir und bitten mich um Hilfe. Dies würden sie nicht tun, wenn sie mit den Leistungen der Lehrlinge nicht zufrieden wären." Der Lehrlingsmangel in Tirol wäre besonders eklatant. Allein in den Tiroler Tourismusbetrieben fehlen laut einer AMS-Statistik im heurigen Jahr 1.900 Lehrlinge​. Die vorherrschende Abschiebepraxis in Österreich sei äußerst kurzsichtig. "Dass asylsuchende Lehrlinge abgeschoben werden, noch bevor sie ihre Lehre beenden können, zerreißt nicht nur menschliche Schicksale, sondern zerstört auch Investitionen von Betrieben", so Kaltschmid.

Sowohl für die Lehrbetriebe als auch für die Asylsuchenden sei die jetzige Situation nicht zufriedenstellend. Mit Blick zum Nachbarn Deutschland fordern die Grünen daher eine 3plus2-Regelung (3 Jahre Lehre und 2 Jahre die Möglichkeit zu arbeiten) in Österreich: "In unserem Nachbarland Deutschland hat sich das 3plus2-Modell gut etabliert. Die Regelung gibt den Betrieben die dringend nötige Sicherheit und erleichtert massiv die Integration. Und so macher Asylsuchende hat sich in der Ausbildung ein ordentliches Stück entwickelt, meist sind alle Beteiligten sehr zufrieden.", so der grüne Wirtschaftssprecher Georg Kaltschmid.

Wie man den Lehrlingsmangel der Tourismusbetriebe einfach ignorieren kann, ist für Kaltschmid unverständlich: "Dass das Innenministerium auch nach Kickl noch asylsuchende Lehrlinge abschiebt, ist nicht nur ein menschliches, sondern auch ein politisches Fiasko. Deshalb fordere ich die Übergangsregierung und die Tiroler Abgeordneten in Wien auf, sich für eine pragmatische Politik einzusetzen und diesen Wahnsinn von Ex-Innenminister Kickl sofort zu beenden", appelliert der Grüne.​

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