Bezirkegruene.at
Navigation:
am 24. September

Kinderbetreuung: Grüne begrüßen Initiative der Sozialpartnerinnen und Industriellenvereinigung

Stephanie Jicha, Barbara Neßler, Zeliha Arslan - Neßler/Jicha/Arslan wollen Ausbau der Kinderbetreuung auf allen Ebenen jetzt umsetzen

Alle Eltern kennen es: Kinderbetreuungsplätze sind heiß begehrt und oft Mangelware. Den flächendeckenden Ausbau, den die Grünen schon lange fordern, forcieren nun auch die Sozialpartner. "Die heute vorgestellte Initiative der Sozialpartnerinnen und der Industriellenvereinigung in puncto Kinderbetreuung zeigt ein konsequentes Umdenken und Aufbrechen überholter Rollenklischees über alle Interessensvertretungen hinweg“, begrüßen Nationalratsabgeordnete Barbara Neßler, Landtagsabgeordnete Stephanie Jicha und die Innsbrucker Gemeinderätin Zeliha Arslan den Vorstoß und verweisen darauf, dass der massive Ausbau der Kinderbetreuung auf grünes Drängen hin auch im Regierungsübereinkommen festgelegt ist. Das müsse jetzt auch bundesweit umgesetzt werden.

Bisher investiert Österreich nur 0,67% der Wirtschaftsleistung in Kindergärten und liegt dabei im europäischen Schnitt weit abgeschlagen. Familienfreundlich sei das nicht. "Die Forderung, dass diese Investitionen auf 1% ansteigen müssen, ist sinnvoll. So kann eine qualitativ hochwertige Kinderbetreuung auf den Weg gebracht werden, die auch ihrem Bildungsauftrag gerecht wird“, so Neßler. Mangelnde Kinderbetreuungsplätze seien laut den Grünen auch der springende Punkt bei der Gleichstellung auf dem Arbeitsmarkt: "Flächendeckende und leistbare Kinderbetreuung ist Voraussetzung dafür, dass Frauen das Ausmaß ihrer Erwerbstätigkeit frei entscheiden können und nicht aus der Teilzeitfalle direkt in die Altersarmut rutschen“, ergänzt Arslan.

Auch in Tirol bestehe Handlungsbedarf: Bereits um 16:00 Uhr hat die Hälfte aller Kinderbetreuungseinrichtungen ihre Pforten geschlossen und nur 15,9 % der Kinderbetreuungseinrichtungen betreuen die Kinder auch in den Hauptferien im Sommer. "Vereinbarkeit von Famile und Beruf sieht anders aus. Diese Zahlen zeigen, dass nur ein Rechtsanspruch auf ganztägige und ganzjährige Kinderbetreuung das Problem lösen kann", so die grüne Bildungssprecherin Stephanie Jicha.

Die grüne Innsbrucker Gemeinderätin Zeliha Arslan erinnert an die Lehren aus der Corona-Krise, in der 27 Prozent der Frauen ihre Arbeitszeit reduzieren mussten, aber nur 16 Prozent der Männer. "Kinderbetreuung wird landläufig immer noch als Frauensache gesehen. Von diesen überholten Denkmustern müssen wir uns verabschieden. Es braucht Angebote, die helfen, Vollzeittätigkeiten und Familie zu ermöglichen, gerade jetzt wo COVID-bedingt viele Frauen* von der Arbeitslosigkeit betroffen sind“, erklärt Arslan. Bestärkt wird sie von der grünen Nationalrätin aus Tirol, Barbara Neßler: „Das Schaffen von Strukturen in der Kinderbetreuung ist gleichsam Bildungsmaßnahme und Armutsprävention. Jetzt gilt es, die notwenigen Investitionen zu tätigen und rasch und zielgerichtet umzusetzen."​

Aktiv  werden.  Das  ist  Grün.  Banner  rechts.