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am 27. Juli

Jicha zu Kinderbetreuung: "Wie soll das mit dem 12-Stunden-Tag funktionieren?"

Stephanie Jicha - GRÜNE begrüßen klare Aussagen zu Kopftuchverbot von Bildungslandesrätin Palfrader - Bund dürfe Familien nicht im Stich lassen

"Was den Tiroler Familien derzeit wirklich Kopfzerbrechen bereitet ist, wie sie ab Herbst die Betreuung ihrer Kinder mit möglichen 12-Stunden-Schichten vereinbaren sollen. Denn nur 0,2 Prozent der öffentlichen Einrichtungen haben überhaupt 12 Stunden geöffnet. Und 70 Prozent der Kindergärten schließen um 16:30 Uhr. Sollen die Kinder dann stundenlang alleine vor dem Kindergarten warten? Das sind die wahren Alltagsprobleme, auf die schwarz-blau nun Antworten liefern muss, statt Ablenkungsgranaten über Kopftücher zu zünden", holt die Grüne Landtagsvizepräsidentin Stephanie Jicha zur Kritik an der schwarz-blauen Koalition aus und begrüßt dementsprechend die klaren Aussagen von Bildungslandesrätin Palfrader in der heutigen Tiroler Tageszeitung. Die Landesrätin sprach sich darin wie auch Oberösterreichs Landeshauptmann Stelzer vehement gegen eine Verquickung von 15a - Finanzierungsvereinbarungen mit anderen inhaltlichen Fragen auf. 

Ländern und Bund steht aus Grüner Sicht die erste echte Zerreißprobe bevor. Denn während die Länder fortschrittliche Politik betreiben, wolle der Bund mit reaktionärer Politik das Rad der Zeit zurückdrehen. So passe es ins Bild, dass  Familienministern Bogner-Strauß ankündigte, die bereits zugesagten Mittel für den Aubau der Kinderbetreuung um über 20 Prozent zu kürzen - von 140 Millionen auf 110 Millionen. "Es braucht das Gegenteil. Die Mittel müssten um über 20 Prozent erhöht werden, damit wir die Kinderbetreuung flächendeckend endlich ganzjährig und ganztägig anbieten können", so Jicha.

Die Grüne Landtagsabgeordnete sieht im breiten Kinderbetreuungsangebot auch einen wesentlichen Beitrag zu mehr Gleichstellung, die der Tiroler Landesregierung ein besonderes Anliegen ist:  "Mehr Kinderbetreuungsplätze heißt mehr Gleichstellung." Bei der von Kurz geführten Bundesregierung habe sie aber immer mehr den Eindruck, dass ein "Zurück an den Herd"- Zeitgeist herrsche. "Unabhängigkeit und Gleichstellung wurden über Jahrzehnte mühsam erkämpft. Das lassen wir uns weder von Kurz noch von Strache wieder nehmen", signalisiert die Grüne Landtagsvizepräsidentin Widerstand aus den Ländern an.


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