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am 17. January

Grüne in der AK fordern mehr Tempo bei Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung

Helmut Deutinger - "Von Zangerl war dazu bisher kein Mucks zu hören"

Von „zukunftsorientiert“ kann nicht die Rede sein, meint der grüne AK-Spitzenkandidat Helmut Deutinger, wenn er sich das Wahlprogramm von Erwin Zangerl anschaut. „Damit Familie und Beruf vereinbar ist, reicht es nicht, die Kosten für die Kinderbetreuung bei Fort- und Weiterbildungen zu erstatten. Das geht nicht weit genug.“

Deutinger ist seit vielen Jahren Betriebsrat bei der Lebenshilfe und kennt viele Einzelschicksale. Er fordert einen echten Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung. „Für berufstätige Eltern muss die Betreuung ihrer Kinder langfristig planbar sein. Und zwar nicht nur vormittags, sondern angepasst an den 12-Stunden-Tag, den uns die ÖVP und FPÖ aufs Auge gedrückt haben", so Deutinger. Er verweist auf eine Studie des Landes, wonach nur 0,2 Prozent der öffentlichen Einrichtungen überhaupt 12 Stunden geöffnet haben. 70 Prozent der Kindergärten schließen in Tirol um 16:30 Uhr. Eine flächendeckende Betreuung ist in Tirol nicht gegeben. "Von Zangerl habe ich da bisher keinen Mucks vernommen. Statt sich mit seiner Parteifreundin Landesrätin Palfrader abfeiern zu lassen, sollte er sich für eine Rechtsanspruch auf Kinderbetreuung einsetzen", sagt Deutinger. Der Rechtsanspruch auf einen Kinderbetreuungsplatz ist Teil des Koalitionsabkommens in Tirol und würde eine Lösung des Dauerproblemens bringen, ist der Grüne sicher.

Denn derzeit stellen Gemeinden je nach Bedarf Kinderbetreuungsplätze zur Verfügung. „In der Praxis gibt es aber zwei Probleme“, klärt Deutinger auf: Die Gemeinden würden entweder den Bedarf gar nicht erst prüfen. Oder die Betreuungszeiten häufig viel zu knapp bewerten. „Das stellt berufstätige Eltern teils vor unlösbare Herausforderungen. Mit einem Rechtsanspruch würden wir den Eltern einen Hebel in die Hand geben, dass die Gemeinde genügend Betreuungsplätze zur Verfügung stellen. Und es wäre ein wesentlicher Beitrag zur Gleichstellung,“ sagt Deutinger.​

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