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am 16. September

Tiroler Grüne zum Auftakt: "Keine Kanzler- es ist eine Klimawahl"

Berivan Aslan - Spitzenkandidatin Aslan ruft in Telfs Aufholjagd aus, "weil es in Österreich eine starke Stimme für Zusammenhalt, Gleichstellung und Klima braucht."

"Am 15. Oktober geht es um viel für die Österreicher*innen. Da steht keine Kanzlerwahl an, sondern vielmehr eine Klimawahl." Mit diesem Worten schwor Bundessprecherin und LHStv.in Ingrid Felipe die Grüne Basis beim Auftakt der Tiroler Grünen auf die Intensivwahlkampfphase ein. In den kommenden Wochen gelte es alle Kräfte zu mobilisieren und eine "Aufholjagd in Grün" zu starten, so die Grüne Landeshauptmann-Stellvertreterin.

Für die 35-jährige Spitzenkandidatin Berivan Aslan ist der Auftakt in Telfs ein Heimspiel. Die drittgrößte Gemeinde Tirols ist eine der Grünen Hochburgen. Aslan stimmte die Grünen Aktivist*innen und Mitglieder auf die bevorstehende Wahl ein, indem sie die Alleinstellungsmerkmale der Grünen hervorhob: "Angesichts der Positionen der anderen Parteien und dem stetigen Abdriften nach rechts, braucht es mehr denn je starke Grüne, die dagegenhalten. Diese Wahl entscheidet darüber ob wir ein Europa der Bürger*innen vorantreiben oder ob wir uns innerhalb der EU isolieren. Ob wir die Vorboten der Klimakrise ernst nehmen und endlich handeln oder ob wir weiterhin zusehen wie die Wetterkapriolen Jahr um Jahr zunehmen und unsere Landwirte, Touristiker*innen, Schwerstarbeiter*innen und ältere Menschen belasten. Ob wir die Chancen in Zukunftsbranchen ergreifen oder ob wir weiterhin die Handlanger der Öl- und Autokonzerne bleiben. Ob jede und jeder die gleichen Chancen und Rechte in Österreich bekommt oder ob manche privilegiert bleiben. Wir Grüne wollen Österreich gemeinsam in die Zukunft steuern. Wir sind die starke Stimme für Zusammenhalt, Gleichstellung und Klima", motivierte Aslan die Anhängerschaft, die dem trüben Wetter trotzten und zahlreich erschienen.​

Tirol sei der "lebende Beweis" welchen Unterschied es ausmache, ob Grüne "ein gewichtiges Wörtchen mitzureden" haben oder nicht, zog Aslan einen Vergleich mit der schwarz-blauen Koalition in den 2000er Jahren und der heutigen schwarz-grünen Landesregierung. "Die Schwächsten in unserer Gesellschaft leiden noch heute unter der schwarz-blauen Kürzungswelle", verwies Aslan auf Mindestpensionist*innen, denen auch aufgrund der steigenden Wohnkosten immer weniger zum Leben bleibe. Dem Gegenüber stehe laut Aslan zum Beispiel mit der von Ingrid Felipe gestalteten Tarifreform in Tirol eine Reform mit "Vorbildwirkung". "Das ist nicht nur gelebte Zukunftspolitik, das ist auch Sozialpolitik erster Güte. Günstige Öffis bedeutet Freiheit, bedeutet Klimaschutz und bedeutet sozialen Ausgleich. Was wir in Tirol geschafft haben, haben alle Österreicher*innen verdient", spielte Aslan auf die Forderung der Grünen nach einem österreichweiten Öffi-Ticket um drei Euro pro Tag an.​

Der Listenzweite, Thomas Haidenberger, widmete sich neben Bildungsfragen und der Stärkung des ländlichen Raums dem Energiethema, für das er besonders brennt. "Schluss mit dem Zögern und Zaudern in Energiefragen. Wir müssen die Energiewende vorantreiben. Das kostet weit weniger, als uns ständig erklärt wird und das wird nur gelingen, wenn wir nicht länger Antworten von gestern auf Fragen von morgen geben.“ Das bedeute raus aus Kohle, Öl und Gas und rein in einen ausgewogenen Energiemix, in dem die Sonnenenergie eine bedeutende Rolle spielen müsse. "Die Sonne schickt uns keine Rechnung, und das für die nächsten mindestens 5 Milliarden Jahre", sagt Haidenberger, der den Vorteil für die Menschen in den Vordergrund rückt: „Eine Photovoltaikanlage ist wie ein Sparbuch am Dach, nur mit besseren Zinsen als auf der Bank, denn Strom aus Sonnenlicht kostet die Hälfte wie Strom aus dem Netz. Dezentrale Stromerzeugung vermeidet hohe Übertragungsverluste, schafft regionale Wertschöpfung und macht die Leute unabhängig“, so der Energieexperte. Das sei Politik für die Bürger*innen und genau diese habe SPÖ und ÖVP komplett verschlafen.​

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