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am 2. März 2020

Markus Arzl neuer Bezirkssprecher-Stellvertreter in Reutte

Die Redaktion - Reuttener Grüne mit Schwerpunkten zu Klimaschutz, Mobilität, Tierschutz und Gleichberechtigung

Vor einem Jahr entschloss er sich politisch aktiv zu werden, weil „die Lebensqualität im Bezirk im Sinkflug begriffen ist“. Diese Woche wurde der 47-jährige Markus Arzl aus Weißenbach am Lech zum stellvertretenden Bezirkssprecher der Grünen Reutte gewählt. „Dass ich so schnell eine Funktion übernehme, kam für mich selbst überraschend, aber es fühlt sich richtig und gut an. Wir sind eine motivierte und eingespielte Gruppe, die die gleichen Anliegen haben: unsere Natur vor der Haustüre darf nicht verloren gehen, der Klimaschutz muss oberste Priorität haben und der Kampf gegen die Verkehrsbelastung im Bezirk muss mit Nachdruck geführt werden. Ich freue mich diese Anliegen als stellvertretender Bezirkssprecher zu beackern“, sagt Arzl.

Der Selbständige Softwarefachmann absolvierte 2019 eine Ausbildung zum Klimaschutzbeauftragten. Mit einer Vortragsreihe zu den drohenden Auswirkungen der Klimakrise ist er derzeit im Bezirk unterwegs. „Bewusstsein ist der erste Weg zur Änderung“, ist seine Devise. „Je mehr Menschen über die Auswirkungen der Klimakrise wissen, desto eher sind sie bereit ihr Verhalten zu ändern“, ist Arzl überzeugt.

Ein besonderes Anliegen ist Arzl die Entlastung der Einheimischen von Verkehr und Lärm. „Ich komme aus Weißenbach am Lech, wo die LKW mit 70 km/h zwischen den Ortsteilen durchpreschen. Und im Sommer kommen noch die Motorrad-Kolonnen dazu, die den Ort vom Gaichtpass aus zusätzlich von oben beschallen, da gibt es kein Entfliehen. Eine Geschwindigkeitsreduktion auf 50 km/h wäre das Mindeste. Laute Fahrzeuge sollten das Land auch nicht mehr sinnlos terrorisieren dürfen. Was ich hier im Ort erlebe ist ja kein Einzelfall. Die Lebensqualität leidet massiv darunter. Das geht soweit, dass Einheimische die eigentlich mitten in einem Erholungsgebiet leben, am Wochenende zur Erholung flüchten. Das kann es nicht sein. Hier braucht es ein Umdenken“, so Arzl. “Auch Verbesserungen im Öffentlichen Verkehr sind mir ein wichtiges Anliegen, dieser muss eine mögliche Alternative zum eigenen Auto sein!"

Dass es auch anders geht und Änderungen möglich sind, zeigt sich für die Grüne Bezirkssprecherin Regina Karlen durch das Maßnahmenpaket des Landes am Fernpass.

„Landeshauptmannstellvertreterin Ingrid Felipe hat Wort gehalten. Durch das Dossiersystem ist es zu einer deutlichen Entlastung gekommen. Vor allem, weil der Verkehr nun konsequent auf der Umfahrung bleiben muss. Es gibt zwar noch punktuell Verbesserungsbedarf und es ist insgesamt immer noch zu viel Verkehr, aber die Situation hat sich merklich entspannt. Daran hat auch die Polizei ein Verdienst, mit der die Zusammenarbeit ausgezeichnet funktioniert“, resümiert die Reuttener Bezirkssprecherin zufrieden.

Als inhaltliche Schwerpunkte für die nächsten Monate kündigt Karlen den Einsatz für mehr Gleichberechtigung anlässlich des landesweiten Equal Pay Days am 10. März und für das Tierschutz-Volksbegehren an. „Nach der schrecklichen Gatterjagd und den grässlichen Kälbertransporten muss endlich etwas geschehen. Im 21. Jahrhundert sollte ein tiergerechter Umgang gesetzlich längst verpflichtend sein. Denn Tiere haben auch Gefühle. Sie sind mehr als nur ein Schnitzel oder die Erfüllung der Abschussquote“, so Karlen.

Neben der Wahl des neuen Stellvertreters von Karlen, wurden auch die stellvertretenden Bezirksdelegierten im Grünen Landesausschuss neu gewählt. Martin Rauter und Waltraud Heinrich wurden zu den Stellvertreter*innen von Regina Karlen im zweithöchsten Gremium der Tiroler Grünen gewählt.​

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