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20.07.2010 12:07
Rettungsdienstausschreibung: Jetzt kommt die Wahrheit ans Tageslicht
Sieht die Wahrheit Stück für Stück ans Licht kommen - nämlich, dass die Tiroler Rettung teurer wird: Georg Willi
„Es liegt weiter in der Verantwortung der Gemeinden, die Rettung zu unterstützen“ sagt der Sprecher der Bietergemeinschaft rund um das Rote Kreuz, Thomas Wegmayr anlässlich der Diskussion über den Fortbestand der Rotkreuzstellen im Bezirk Landeck. „Dieser Satz entlarvt das ganze Schauspiel um die völlig unnötige Ausschreibung des Rettungswesens in Tirol“, sagt heute LA Gebi Mair von den Tiroler Grünen.
„Eben noch hat LR Tilg die Vergabe an das Rettungsbündnis in Tirol fälschlicherweise als Sieg über die steigenden Kosten abgefeiert. Eben noch hat er verschwiegen, dass in den 27,3 Mio. € die Kosten für die Notarztversorgung gar nicht enthalten sind. Und längst unter dem Tisch verschwunden ist die Tatsache, dass das Rettungswesen in Tirol nach der Ausschreibung mindestens um 7 Mio. € teurer ist als bisher. Da kommt jetzt ein weiteres Stück Wahrheit ans Tageslicht: Die Gemeinden müssen weiter die Rettung in Tirol unterstützen. Es bleibt also nicht beim fixierten Gemeindebeitrag über den sogenannten Einwohnergleichwert.“
„Wir haben den BürgermeisterInnen in einem Brief diese Entwicklung angekündigt. Und wir haben sie ersucht, weiterhin ihren Beitrag zum Erhalt der Ortsstellen für die Rettung zu leisten. Seit gestern ist klar: Es braucht zusätzliches Geld der Gemeinden für den Erhalt des Ortsstellennetzes, an dem die Arbeit der tausenden Freiwilligen hängt. Und das, obwohl laut Gesetz DAS LAND TIROL für das öffentliche Rettungswesen zuständig ist“, so Klubobmann Georg Willi. „Wir sind erstaunt, wie viele Menschen in Tirol der Märchenstunde von LR Tilg über den tollen Erfolg seiner Ausschreibung aufgesessen sind. Die Rechnung wird am Ende bezahlt – und die wird jedenfalls um vieles teurer sein als bisher“, kündigt LA Gebi Mair an.
„Die völlig falsche politische Einschätzung der Rettungsfrage durch LR Tilg kommt das Land und die Tiroler Gemeinden jedenfalls teuer zu stehen.“ „Wir warnen unsere KollegInnen in den anderen Bundesländern, dass sie ja nicht den Tiroler Weg der Rettungsausschreibung gehen sollen. Das endet in Verunsicherung und Teuerung. Dinge, die wir gerade jetzt überhaupt nicht brauchen können“, schließt Klubobmann Georg Willi.
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