Schriftgröße + Schriftgröße - Schriftgröße

Do, 17.05.2012

Autor

Gebi Mair

31.01.2012 15:54

Auch selektive Kultur-Zensur ist Zensur

Setzt sich für die Unabhängigkeit von Kulturföderungen ein - und gegen jegliche Zensur vonseiten der Regierung - Landtagsabgeordneter Gebi Mair

 

„Die Beschäftigung mit NS-Geschichte soll nach zwei Wochen Verweigerungshaltung nun doch förderbar sein. Aber die Beschäftigung mit Demokratie weiterhin nicht“, ist der GRÜNE Landtagsabgeordnete Gebi Mair mit dem halben Einlenken von Kulturlandesrätin Palfrader noch nicht zufrieden.

„Wer die Entscheidung über Kulturprojekte an eine unabhängige Jury auslagert, kann ihre Entscheidungen jederzeit kritisieren. Aber nicht rückgängig machen“, ist für den GRÜNEN Abgeordneten klar. „Auch die provokante Auseinandersetzung mit dem Thema 'Demokratie in Tirol' muss möglich sein.“

Nach GRÜNEM Verständnis sei die Aufgabe der Politik nicht das inhaltliche Urteil über Kunstprojekte. „Wir wollen Qualität in der Kunst fördern. Und eine fachkundige Jury einzusetzen, die in öffentlicher Sitzung über Projekte urteilt, dient der Qualität massiv“, ist Gebi Mair überzeugt. Die öffentliche und transparente Begründung der Jury-Entscheidung sei eine Qualität die den „Hinterzimmer-Entscheidungen“ der Landesrätin in Kulturbelangen bisher noch fehle.


Gebi Mair bringt nun eine Anfrage im Tiroler Landtag ein. Unter anderem will er wissen, an wie vielen Entscheidungen der Kulturpolitik Jurys beteiligt sind, wie viele Förderentscheidungen öffentlich begründet wurden und in wie vielen Fällen die Zensur der Landesregierung zugeschlagen hat. „Ich bin überzeugt, dass die hohen Qualitätsstandards der Jury der TKI open bei so mancher kulturpolitischer Entscheidung der Landesrätin noch lange nicht erreicht ist“, schließt Mair.




Zum Seitenanfang Zum Seitenanfang
  • Drucken