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05.02.2010 11:54
Grüne für klare Regelung bei Kunstrestitution in Tirol
Ist überzeugt, dass man auch im dritten Jahrtausend noch für vergangenes Unrecht verantwortlich ist - und dafür, gestohlene Raubkunst zurückzugeben: Gebi Mair.
Die Tiroler GRÜNEN sprechen sich für eine klare Regelung der Rückgabe von in der NS-Zeit geraubter Kunst aus. Im Landtag haben sie ein Tiroler Kunstrückgabegesetz beantragt, das jedoch von ÖVP, SPÖ und FPÖ abgelehnt wurde.
„In Tirol gibt es derzeit kein Gesetz über die Rückgabe von geraubter Kunst, sondern nur einen Regierungsbeschluss dazu. Dann wird im Einzelfall entschieden. Das ist keine befriedigende und vor allem keine transparente Lösung“, erklärt der GRÜNE Landtagsabgeordnete Gebi Mair. „Woher soll jemand wissen, was die Landesregierung in nichtöffentlicher Sitzung jemals beschlossen hat? Wir wollen eine transparente Regelung im Sinne der Opfer des Raubes.“
Zuletzt hatte der Bund sein Restitutionsgesetz novelliert, und auch in der Sammlung Leopold war es endlich zu Diskussionen über die Rückgabe geraubter Kunstwerke gekommen. Gebi Mair wollte nun in seinem Antrag den aktuellen Stand der Provenienzforschung in Tirol erheben lassen. Während die Datenlage für das Landesmuseum gut sei, fehle in manchen Gemeinden jegliche Forschung, ist der GRÜNE Abgeordnete überzeugt. Aufbauend darauf sollte ein klares und eindeutiges Gesetz beschlossen werden, wie die Bundesländer Oberösterreich und Kärnten es bereits vorgemacht haben. In der gestrigen Landtagssitzung übten sich ÖVP, SPÖ und FPÖ jedoch geeint im Neinsagen und lehnten eine eindeutige Regelung ab.
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