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Do, 17.05.2012

Autor

Maria Scheiber

01.02.2012 14:09

Wasserkraftwerke – Verbessern statt Verbauen goldrichtig

 

Kleinwasserkraftwerke sollen endlich modernisiert werden -Landtagsabgeordnete Maria Scheiber

 

Die Hitliste der Energie-Intelligenz führt mit Abstand die erst gar nicht verbrauchte Kilowattstunde an, aber bereits auf Platz zwei folgt jene, die ohne zusätzlichen Landschaftsverbrauch erzeugt wird. Spät aber doch wird von LHStv. Steixner wenigstens diese Alternative in Angriff genommenund das ist gut so, kommentiert heute die GRÜNE Energiesprecherin LA Maria Scheiber die längst überfällige Ansage des Landes, bestehende Kleinwasserkraftwerke modernisieren zu wollen, um dort brachliegendes Potential zu heben.

Die Landtagsabgeordnete bezeichnet die jetzt präsentierten Maßnahmen als "zwei Schritte in die richtige Richtung - auf einem kilometerlangen Weg." Nun müsse es aber auch darum gehen, nicht nur dieKleinenzu ertüchtigen, sondern vor allem auch bei den Großkraftwerken des Landesunternehmens TIWAG nachweislich vorhandene Effizienzsteigerungen anzupeilen.Bereits vor Jahren wurde mir aus der Führungsetage der TIWAG unmissverständlich signalisiert, dass die Modernisierung von Anlageteilen jeweils erst dann erfolgt, wenn es sich betriebswirtschaftlich rentiert.Diese rein gewinnorientiert Sichtweise lasse aber außer Acht, dass hier Strom ohne zusätzlichem Verbrauch von wertvoller Natur erzeugt werden könne. "Nur weil er in den Bilanzen der Energieversorger keine Rolle spielt darf der Wert der Natur hier nicht länger außer Acht gelassen werden", stellt Scheiber klar.

Die GRÜNEN fordern nun vom Landesunternehmen TIWAG, diesen Weg "voll zu unterstützen und umzusetzen". "In der Verbesserung bestehender Anlagen stecken viele Kilowatt drin, die derzeit vergeudet werden, weil es sich für die TIWAG nicht direkt rentiert. Nur mehr als vorsichtig angeschätzte fünf Prozent Verbesserung würden hier schon zusätzliche 160 Mio. Kilowattstunden bringen. Das ist der Verbrauch von fast 48.000 Haushalten und weit mehr als z. B. das in Osttirol geplante Kraftwerk Virgental produzieren würde. Die Devise - Verbessern statt verbauen ist goldrichtig - muss aber auch für große Kraftwerke über 10 MW gelten, denn immerhin zeichnen diese für rund drei Viertel der Tiroler Stromerzeugung verantwortlich."




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